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ARCHIV 2003

KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Entgrenzte Gewalt. Täterinnen und Täter im Nationalsozialismus
Zwischen Himmler und Arte
Jost Hindersmann: John le Carré: Der Spion, der zum Schriftsteller wurde
History der "Spy Story": Die literarische Welt der Spionage
Schluss mit der Männerdomäne!
Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank

KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Entgrenzte Gewalt. Täterinnen und Täter im Nationalsozialismus

Entgrenzte Gewalt.jpeg1934 glorifizierte Joseph Goebbels in Das erwachende Berlin den gewaltsamen und mörderischen Eifer der SA-Stürme: "Tempo, Tempo! Das war die Parole unserer Arbeit. In dieser schreienden Raserei eines Kampfes zwischen Gut und Böse gab es kein Pardon". Kurz danach katzbuckelte die Mehrzahl der Deutschen vor der NS-Influenza und kettete sich aktiv und engagiert an das verbrecherische System.     

Entgrenzte Gewalt untersucht in Mikrostudien, wie Menschen zu Täterinnen und Tätern wurden, zeigt die Bereitschaft, radikales Handeln mitzutragen, zivilisatorische Hemmschwellen preiszugeben, und das sie "nicht mehr nur...Exponenten von Institutionen, sondern... Akteurinnen und Akteure in konkreten sozialen Systemen, Gruppen und Situationen" waren.

Folgerichtig die Kapitelabfolge: Dispositionen, Kooperationen und Transformationen. Das Kapitel Dispositionen beleuchtet die Vergemeinschaftung durch Gewalt am Beispiel des "SA-Mördersturms 33" in Berlin, den KZ-Terror, die Kriegsgewalt samt Relevanz soldatischer Traditionen beim Aufbau von SS-Eliteverbänden, die Kameradschaft und das Selbstverständnis der Wachmannschaften in den Emslandlagern sowie Sozialstruktur und Alltag der Bewacher des KZ Neuengamme. In Kooperationen (Machtteilnahme und Repression) wird die Gratwanderung des Moringer Werkhaus- und KZ-Direktors Krack beschrieben, der unter Wahrung der Autorität als Anstaltsleiter die Brutalisierung der Wachmannschaften einzudämmen suchte, dennoch dem NS-System "zuarbeitete". Es untersucht Rolle und Motive der Denunziation - somit die Kriminalisierung der Bevölkerung - zur Sicherung der NS-Herrschaft und beurteilt das NS-Lagersystem und dessen Außenwahrnehmung am Beispiel des KZ Mittelbau-Dora. Subsumierend behandelt Transformationen (Gewaltbilder und Geschlechterverhältnisse) die Repräsentation von NS-Verbrecherinnen im Hamburger Ravensbrück-Prozeß und im westdeutschen Täterschafts-Diskurs und bespricht poetische Zeugnisse aus dem Frauen-KZ Ravensbrück.

Da "die nationalsozialistische Vergangenheit ihre unmittelbare biographisch verankerte Virulenz verliert und zur Konsenshistorie wird" (Michael Jeismann),Da die Da sind wissenschaftliche Analysen wie Entgrenzte Gewalt unersetzbar, um das Engagement der Deutschen im NS-System, die sozialisierende Macht der Gewaltkollektive und die Selbstwahrnehmung vieler Beteiligter, etwas "Normales" getan zu haben, sachkundig zu erhellen und mit dem Führen des Nachweises über die Tatsächlichkeit der Verbrechen der versessenen Anhängerschaft während der "Herrschaft des Dämons der Dunkelheit" (Lucyna Solka, Häftling im KZ Ravensbrück) dem zeitgenössischem medialen Brauchtum eines "stolzen Entsetzens" über das Dritte Reich Kontra zu geben.

Erschienen in KONKRET Heft 9/2003

Zwischen Himmler und Arte

Atlantis wurde nicht an einem Tag entdeckt. Nach der Urheimat aller Arier wird sei tausend und fünfzig Jahren getaucht - auch von einem braunen Pfarrer und seinem Weib.

Stollberg, 44 Meter über dem Meer, höchste Erhebung der nordfriesischen Westküste. Hier leuchtete in den dreißiger Jahren der Stern des nationalsozialistischen Pastors Jürgen Spanuth, der seine Herde turnusmäßig zu völkischem Unfug auf den Gipfel trieb. Feuerräder purzelten in Sonnenwendenächten, die Anhöhe, auf der die Vorfahren ihren Tempel errichtet hätten, wurde zum Heiligtum.

spanuthAls Spanuth 1998, einundneunzigjährig, nach Walhall abberufen wurde, hinterließ er ein leidiges Legat. Der Theologe, Autor, Taucher, Vorgeschichtler, Kapitän und Expeditionsreisende hatte sein Leben lang Platons sagenhafte Atlantis gesucht und endlich, kurz nach Hitlers Tod, gefunden: Helgoland sei Basilea, die Königsstadt des gigantischen Reiches gewesen, das vor Tausenden von Jahren in den Fluten der Nordsee versunken war. Die Bewohner, reinrassige Atlanter, echte Germanen, hätten sich in alle Winde zerstreut. Als Herakliden, Dorer nahmen sie Griechenland und bestimmten fortan die Historie der Levante. Sie beglückten die unbedarften Vorgriechen mit Sprache, Schrift, Kriegstechnik, Sport, Götterwelt, kurzum mit nordisch-germanischer Kultur. Kraft ihrer Lebensart zivilisierten sie hernach en passant die römische Hudelei. Der Grundstock aller abendländischen Kultur, wußte Spanuth, sei ein germanischer.

Der Atlantis-Schrott füllt seit Dekaden unzählige Buchdeckel von allerlei Verlagen im In-und Ausland, aber auch Berichte von ZDF und ARTE. Um 1928 hatte ein Norbert Willy in seinem Buch "Hilligenlei - Trümmer eines versunkenen Reiches" den roten Fels in der Nordsee zur Spitze eines abgesoffenen Reiches erklärt. Der völkische Autor Heinrich Pudor, glühender Hitlerverehrer und Propagandist der Nacktkultur - das Korsett war für die Prostituierten erfunden worden, kein "anständiges Weib" sollte es tragen - deklarierte 1931 in "Völker aus Gottes Athem" sein Atlantis-Helgoland zum "arisch-germanischen Rassenhochzucht- und Kolonisationsland", sehr zum Gefallen des esoterisch-psychopathischen SS-Chefs Heinrich Himmler. Der ließ Taucher in den Helgoländer Gewässern nach Atlantis suchen, der Urheimat des arischen Herrenvolks. Das paßte nahtlos zu dem Nonsens des NS-Chefideologen Alfred Rosenberg, Hitlers "alten Kämpfer", der 1930 in dem Bestseller "Mythus des 20. Jahrhunderts" den ewigen Kampf der kulturschaffenden arisch-nordischen Atlantis-Rasse gegen die minderwertigen Juden beschrieben und im antiken Griechenland das "nordische Hellas", im klassischen Rom "nordisch-republikanisches Latinertum" ausgemacht hatte.

1935 gründeten der verunglückte Hühnerzüchter Himmler, der Reichsbauernführer, Chef des Rasse- und Siedlungshauptamtes Richard W. Darré sowie der Utrechter Herman Wirth, Erfinder der Geistesurgeschichte und Rassentheoretiker, das "Ahnenerbe SS" ("AE") mit der Mission, die These der rassischen Überlegenheit germanischer Völker mit akademischem Kolorit zu übertünchen. SS-Obersturmbannführer Wirth, Präsident des "AE" bis 1938, sah in der Restauration der atlantischen Religion die Chance, "esoterisch und urkulturell fundierte Grundlagen zur Aufzucht der arischen SS-Elite", der "Gottmenschen vom reinen Blut", zu schaffen.

"Obwohl Spanuth selbst nicht mit völkischen Kreisen in Verbindung zu bringen ist, wurde seine Atlantis-Theorie dort stark rezipiert", verbreitet ein Hans-Jürgen Ruppert vom Südwestrundfunk. Gottfried Kirchner, Erfinder der Fernsehreihe TERRA-X: "Was wir über Spanuth gelesen hatten, machte uns skeptisch. Waren wir Opfer des eigenen Wunsches, Atlantis nicht so nahe bei uns zu finden? Und nun sollte dieser Ort vor der eigenen Haustür liegen?" Diese Frage bewegte das Team von TERRA-X, als es den "energischen alten Herrn" interviewte. Seitdem flimmert Spanuths Theorie über die Bildschirme.

In der blau-weiß gekachelten Friesenküche des Reetdachhauses kriecht Wärme unter die Haut. Die alteingesessenen Bordelumer, Mary und Adolf Magnussen, Mitte siebzig, führten die Wirtschaft "Kirchspielkrug" neben der Kirche. "Sehr angenehme, nette Leute, die Spanuths. Beliebt. Hatten immer ein Ohr für Sorgen", erzählt Adolf Magnussen. "Platenkuchen mochte der, Kringel und Zwieback, am liebsten Brote mit Schinken, Met, Ei und Rotwein" erinnert sich Mary Magnussen. Von Spanuths Vergangenheit könnten vielleicht die ganz Alten erzählen, "aber die sind ja nunmal schon tot!" 

Spanuth, begeisterter Wandervogel und Skifahrer, studierte Theologie, Archäologie, Vorgeschichte und Altphilologie in Kiel, Tübingen, Berlin und Wien bis er 1931 eine Professur erhielt. 1933 übernahm er das Pastorat in Bordelum. Als NSDAP-Mitglied trat er für den Anschluß der Ostmark an das Deutsche Reich ein. Für das Engagement klebten ihm die Nazis 1939 die "Medaille vom 13. März 1938" an die Brust. Der eifrige Pfaffe hielt 324 Propagandareden. "Ich glaube, meinen Einsatz und meine Opferbereitschaft für die NSDAP und das dritte Reich durch die Tat bewiesen zu haben. Auf kirchlichem Gebiet bin ich als Führer der 'Deutschen Christen' im Kreise Husum hervorgetreten."

1937 denunzierte der Dorflehrer und Organist den NS-Pfarrer: Er hätte "von der Kanzel gegen Partei und Staat gehetzt". Der Denunziant hatte gelogen, und um das zu beweisen, regte der linientreue Spanuth ein Parteigerichtsverfahren gegen sich an. Das diente ihm später als Beweis, vom Nazi-Regimes verfolgt worden zu sein. Spanuths späterer Verleger, Wolfram Zeller, glaubt ihm: "Er war absolut kein Nazi. Daß man ihm eine SS-Vergangenheit anhängen wollte, beruht darauf, daß er im Zweiten Weltkrieg Pfarrer in einer SS-Division war." In irgendeiner Division, die zufällig den Namen "Leibstandarte SS Adolf Hitler" trug und unterm Befehl von SS-Oberst-Gruppenführer Josef ("Sepp") Dietrich stand, zu dessen Tod 1966 sechstausend ehemalige SS-Angehörige kondolierten. Auf dem Grabstein von Jürgen und Bertha Spanuth steht: "Sage mir, mit wem du umgehst, und ich werde dir sagen, wer du bist."

Mit seiner Bertha war der Pfarrer in den Vierzigern, Fünfzigern mit anderen Tauchern, unterstützt von dem vormaligen "Ahnenerbe"-Spezialisten Peter Wiepert ("Auf Fehmarn gibt es weder Schlangen noch Maulwürfe noch Juden") in die Nordsee gesprungen. Wiepert hatte 1943 die Tauchereien der Nazis vor der Helgoland-Atlantis beaufsichtigt, seine blonde Cousine Lina von Osten hatte 1931 den Ober-Nazi Reinhard Heydrich unter einem Hakenkreuz aus Tannenzweigen geehelicht. Heute gibt es auf Fehmarn das Heimatmuseum "Peter Wiepert". Unsere Ehre heißt Treue.

Als die Taucher auf dem Steingrund aufgeschichtete rote, schwarze, weiße Steine entdeckten, riefen sie: "Wir haben Atlantis gefunden." Spanuth entwarf eine Theorie, bat den Prähistoriker Peter Paulsen um ein Gutachten, das er 1949 auch erhielt: "Nach eingehender Kenntnisnahme der wissenschaftlichen Arbeiten von Herrn Pastor Spanuth und nach Prüfung des Manuskripts für ein Buch über das Thema "Enträtseltes Atlantis" erkläre ich hiermit, daß es sich dabei um sehr bedeutsame und wissenschaftlich wertvolle Forschungen handelt, die in jeder Hinsicht unterstützt werden sollten." Paulsen mußte es wissen: Der NS-Prähistoriker hatte 1939 ein nach ihm benanntes "Sonderkommando" geführt, das im Auftrag von Himmlers "Ahnenerbe" in Polen prähistorische, volkskundliche und naturwissenschaftliche Sammlungen zusammenraubte, darunten den Veit-Stoß-Altar aus Krakau. 

Dem Plädoyer des SS-Mannes, die "bedeutsamen Forschungen" des Klerikers zu stützen, entsprach 1953 die Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart. Dort erschien Spanuths erstes Buch "Das enträtselte Atlantis". Als die Fachwelt den Geistlichen einen Verbreiter von "ausgemachtem Blödsinn" nannte und Karl Gripp vom Geologischen Institut der Uni Kiel mit der Schrift "Atlantis enträtselt?" gegen Spanuth vorging, trat diesem der Professor Walter Stokar von Neuforn zur Seite: "Ich bin entsetzt. Die Broschüre 'Atlantis enträtselt?' leugnet einfach alles, was in den letzten 20 Jahren erforscht worden ist!" Stokar war eine Koryphäe. Der Pharmakologe und Frühgeschichtler hatte 1943 im Auftrag des "Ahnenerbes" für die Menschenversuche des Sigmund Rascher im KZ Dachau medizinisches Gerät aus Holland herangeschafft.

In den künftigen Jahrzehnten erschienen Spanuths Aufsätze und weitere Atlantis-Bücher im Verlag Herbert Grabert, Tübingen, der das neofaschistische und braune Lager mit Autoren wie Lummer, Schönhuber, Mahler oder dem Goebbels-Adjudanten Wilfried von Oven bedient. Spanuth ließ den Kontakt zu SS-Größen nie abreißen. Ab 1955 druckte er in dem vom ehemaligen SS-Hauptsturmführer Artur Erhardt gegründeten Periodikum "Nation und Europa" Atlantis-Berichte ab. Auch der Kriegsverbrecher Erich Priebke bedient das Blatt.

In der "Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte", 1909 zum Nachweis der Überlegenheit der nordischen Kultur gegründet, 1968 von Alt-Nazis reaktiviert, konnte Spanuth jahrzehntelang im Kreis nationalsozialistischer Geschichtsklitterern, Ahnenerbe-Psychopathen, braunen Esoterik-Spinnern und des ehemaligen "Ahnenerbe"-Präsidenten Heinrich Wirth fachsimpeln.

1982 schrieb der Pfarrer für den Reprint des 1934 vom führenden Nazi-Rassisten Hans F.K. Günther herausgegebenen Buches "Die nordische Rasse bei den Indogermanen Asiens" das Eingangskapitel. Der berüchtigte "Rassen-Günther" sah in der "nordische Rasse" den wertvollsten Teil der "arischen Rasse". Alfred Rosenberg 1941: "Ihre (Günthers) Arbeit war von außerordentlicher Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung der nationalsozialistischen Weltanschauung." Günther begründete nach dem Krieg "The Northern League", um "Identität und Wert des Nordischen" zu erhalten und um zu sichern, "daß unsere Nationen auch in der Zukunft weiße, blonde und blauäugige Kinder haben können." Das "volksbewußte und volkstreue" "Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes" (DKEG) pflegte engen Kontakt zu der obskuren Nazitruppe. Herbert Böhme, früherer Mitarbeiter der SA-Führung, Lektor im Zentral-Verlag der NSDAP und NS-Reichsfachschaftsleiter für Lyrik in der Reichsschrifttumskammer, schuf mit dem DKEG 1950 eine Plattform für die alten Eliten des NS-Staates zur "Pflege der Gemeinschaftsseele". Spanuth referierte regelmäßig beim DKEG, das ihm 1991 für sein Lebenswerk den "Schillerpreis" verlieh.

Jost Hindersmann: John le Carré: Der Spion, der zum Schriftsteller wurde

Biografie mit Hindernissen

hindersmann_johnlecarreEin Vater, der "ohne Gewissensbisse als Hochstapler und Betrüger von Schwindeleien lebte", zog den Sohn "in seine kriminellen Geschäfte" mit ein. Er zieht den Leser sofort in den Bann, der Hindersmann. Im Handstreich, schon beim Anlesen des bizarren Lebenslaufs von John le Carré, erobert er auch denjenigen, der vorerst nur ein halbes Auge in den schmalen Band des Nord Park Verlages Wuppertal geworfen hat.

Zwei Ziele setzt sich die erste deutschsprachige Monographie zu John le Carré: Leben und Werk des Briten zu porträtieren und Überschau über die üppige Sekundärliteratur zum viel besprochenen Autor zu schaffen. Die Bibliographie erstellte Mitautor und Krimiarchivar Thomas Przybilka. Ziele erreicht; das Büchlein befriedet den Bedarf des "Spionage-Fan", dürfte aber auch Gefallen unter Literaturwissenschaftlern finden.

Viele, mitunter scheußliche Details über Kindheit und Jugend des wohl bekanntesten Spionageromanautors hat Hindersmann zusammen geklaubt. Seltsam der kriminelle Habitus des Vaters, der diesem mehrfach Gefängnis, den Söhnen jedoch ausgezeichnete Ausbildung samt Studium einbrachte. Mehr als eigenartig, lückenhaft sowieso, der Anriss zur Spionagetätigkeit des Romanciers in den fünfziger, sechziger Jahren. Der Nachdenkliche runzelt die Stirn. Hat sich John le Carré aus seiner ehemaligen stinknormalen, alltäglichen Geheimdienstroutine eine Legende gestrickt, die eigene Agentenvita etwas greller geschminkt? Wohl manchem Literaten ist es geglückt, mit kreativ ausgelegtem Vorleben auf leicht überhöhtem Riff einen Platz im Trockenen hoch über der Brandung der schreibenden Zunft zu ergattern. Die Frage darf sich stellen. Hindersmann gibt darauf keine Antwort. Wie auch? Dem literarischen Werk John le Carrés, das er auf alt-modische Art per Hand mit dem Füller verfasst, tut das jedoch keinen Abbruch.

Und der Interessent wird auch gelassen die Hürde nehmen, wo Hindersmann anfänglich täppisch kundtut, dass es John le Carré gelungen ist, "nicht nur als Autor von Spionageromanen, sondern auch als Autor ernsthafter Literatur gewürdigt zu werden". Dem engagierten Hindersmann lag es gewiss ferner als Alpha Centauri, sein Lieblingsgenre "spy story" abzuqualifizieren. Allein, ein unbehaglicher Lapsus.

Sehr lesenswert das Carrésche Weltbild zum Kalten Krieg, der Wandel des literarischen Genres, die gelungene Anpassung des Autors John le Carré nach Niedergang desselben.

Über den Autor:
Jost Hindersmann, Literaturwissenschaftler und Historiker, promovierte über den britischen Spionageroman. Publikationen zur Kriminalliteratur, englischen Literatur, zum Buch- und Bibliothekswesen. Freie Mitarbeit bei Rowohlt und Reclam.

http://www.heiner-k.de/specials/die_welt_der_spionage/rezensionjohnlecarre.html

Jost Hindersmann:
John le Carré: Der Spion, der zum Schriftsteller wurde
Taschenbuch, Nord Park Verlag, 108 Seiten
ISBN 3-935421-12-5
11,00 Euro

History der "Spy Story"

Die literarische Welt der Spionage

Das Leben übersteigt kühnste Phantasien, so die Redensart. Auf waschechte Spitzel von Format trifft sie zu. Gewiß noch mehr auf die großenteils erdichteten, schillernden, mitunter heroischen Haudegen aus Spionage- und Abenteuerliteratur. Das ewig Männliche zieht den Mann hinan. Die schnüffelnden Helden dieser Art von Wortkunst entsprießen vorwiegend dem starken Geschlecht. Und sie vermögen in allen Lebenslagen, zumindest auf geduldigem Papier, intellektuell als auch körperlich Übermenschliches zu leisten. Selbst wenn der Gevatter emsig mit der Sense winkt, lächeln sie ihm müde zu und schicken ihn in die Wüste. Sie unterliegen selten. Das ist so, weil es der in der Regel männliche Autor so will. Aber erst seit hundert Jahren.

"Märchen! Lese ich nicht!" zischelt die Hornbrille verächtlich, hebt die Augenbrauen und steckt die Nase in Nietzsches "Zarathustra". "Alles wahr!" empört sich der Schnauzbart und schlürft am Wodka-Martini, der natürlich geschüttelt ist und nicht gerührt.

Der Hornbrillen-Philosoph ist nahe an der Wahrheit dran. Das obligatorische Ringen zwischen Gut und Böse, das Märchen und Abenteuergeschichten auszeichnet, ist auch dem Spionageroman eigen. Der literarische Beton aller Stories dieser Art ist der Zweikampf zwischen Titelheld und Kontrahenten samt allen seinen miesen Helfershelfern. Auge um Auge, Zahn um Zahn: die Handlung drängt dynamisch, stets beharrlich, immer eindeutig nach vorn. Und spioniert wird bis zum Umfallen. Um Informationen geht es, die in militärischen, politischen, technischen oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen ausgenutzt oder ausgespielt werden können. Im Krimi ist das anders. Da fleht fast immer ein Rätsel, ein Mysterium sehnsüchtig um Auflösung. Der Autor entblößt menschliche Niederträchtigkeit, läßt tiefe Einblicke in abgrundtiefe Seelen zu. Spionageroman ist kein Krimi, auch keine Unterart davon. Er ist ein eigenständiges Genre, das strukturell als auch historisch eingrenzbar ist.

Der britische Spionageroman von Childers bis zum Zweiten Weltkrieg.

Der Spionageroman ist eine Erfindung der Briten. Obwohl ab 1900 auf der Insel Spionagegeschichten auftauchten, konnte erst der Ire Erskine Childers (1870-1922) mit seinem Roman "Das Rätsel der Sandbank" (1903) die lesende Zunft für den neuen Gegenstand wachrütteln. Zwei segelnde und Enten jagende Engländer beobachten während ihrer Schipperei auf der Nordsee die Invasionsvorbereitungen der schnurrbärtigen deutschkaiserlichen Marine. Der Roman verkörpert, so die Literaturwissenschaft, die Geburtsstunde des Genres Spionageliteratur; Aszendent unbekannt.

Die gestörten Beziehungen der Briten zu den deutschen Krauts blieb auch Thema in den Folgejahren. Voraus ahnend und intensiv setzten sich britische Autoren am Vorabend des Ersten Weltkrieges mit dem Erzfeind auseinander: die Romanhelden vereitelten Attacken und Pläne deutscher Banditen, warnten, dass das britische Imperium mit seinen Verteidigungskonzepten lahmfüßig sein könnte. Diese Entwicklung nahm noch drastischere Züge an. Der national gestrickte Politiker und Schriftsteller Baron John Buchan (1875-1940) peitschte mit anderen Autoren während und nach dem Ersten Weltkrieg die Schablonisierung britisch-deutscher Gegensätzlichkeit an, leistete weiterer propagandistischer Konfrontation Vorschub.

Joseph Conrad (1857-1924), englischer Erzähler polnischer Herkunft, führte dagegen von Beginn an einen völlig anderen, sensibleren Ton ein. Mit scharfer Beobachtungsgabe und psychologischer Einfühlsamkeit schrieb er seine Werke. Im Roman "Der Geheimagent" (1907) behandelte er die wirklichkeitsnahen Seiten des Nachrichtendienstwesens. Zwischen den Weltkriegen griffen britische Autoren die von ihm in Gang gesetzte Entwicklung auf. Sie verarbeiteten persönliche Erkenntnisse, setzten sich mit politischen und bürokratischen Widersprüchen des Geheimdienstwesens auseinander, prangerten manche Paradoxie an und stellten die Zwiespältigkeit des Spions in den Mittelpunkt ihrer Geschehen. Der Erzähler, Journalist und Kritiker Graham Greene (1904-1991) gestaltete Menschenschicksale zwischen Angst, Schuld und Gnade. Im "Orientexpress" verarbeitete er seinen Stoff psychologisch, tragisch dagegen in "Der menschliche Faktor", satirisch in "Unser Mann in Havanna". William Somerset Maugham (1874-1965), der Globetrotter unter den Autoren, blieb realistisch-skeptisch, so auch in der Erzählung "Ashenden" (1928). Dann trat Eric Ambler (1907-1998) auf den Plan. In der Art politischer Schelmenromane schilderte er die spionierende Abenteuerlichkeit ("Die Maske des Dimitrios", 1939).

Zu Zeiten des Kalten Krieges

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich die zur Tradition gewordene britisch-deutsche Gegnerschaft als inhaltlicher Leitgedanke aus der Literatur zurück. Die Ost-West-Auseinandersetzung in allen ihren Facetten bestimmte die schriftstellerische Tagesordnung der Spionageautoren. Sie begannen zu moralisieren, stellten die Thematik Verrat und Verräter in den Mittelpunkt. Genährt wurde diese literarische Entwicklung durch die spektakuläre Entlarvung des "echten" und ruchlosen Agenten Kim Philby, dem Diener zweier Herren, dessen Herz für den britischen Geheimdienst als auch für den der Russen heftig schlug.

Der Brite John Le Carré (geboren 1931), erst Agent, später Schriftsteller, nahm sich dieses realen Sachverhaltes an. Im Roman "Bube, Dame, König, As" aus dem Jahre 1974 schuf er dem Verräter Philby doch noch ein Denkmal. Le Carré, der 1963 mit dem Roman "Der Spion, der aus der Kälte kam" den Durchbruch erzielte, wird momentan als der "König ohne Konkurrenz" (FAZ) unter den Autoren des Genres hofiert. Achtzehn Bücher drängelten sich bisher aus seiner Feder. Erzählerisch ist er ein wahrer Meister. Dass er psychologisches Einfühlungsvermögen besitzt, zeichnet sein Lebenswerk aus. Sein Held, der Geheimdienstchef Georg Smiley, ist bereits Legende.

"Mein Name ist Bond, James Bond". Das ist geschriebene Action pur, leider in der Konzeption zu Kruppstahl erstarrt. Das Geschöpf des britischen Autors Ian Fleming war bereits zu Zeiten des Korea- und Vietnamkrieges nicht zu bremsen. Vom Film eingekauft, seit Jahrzehnten grenzenlos und massenwirksam vermarktet, bringt das Null-Acht-Fünfzehn-Schema alljährlich Millionen von Zuschauerhirnen zum Kochen. Ian Fleming? Wer ist das? Die Alten schwärmen von Sean Connery, die noch nicht ganz Flüggen von Pierce Brosnan.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs

Kaum war der Ostblock in die Knie gegangen, begann das Genre Spionageroman zu kriseln. Ehemalige Spionageautoren fahndeten nach anderen Einkommensquellen. Obwohl die Verkaufszahlen seiner Bücher rückläufig sind, hat sich insbesondere John le Carré chamäleonartig auf die veränderte Situation einstellen können. Er weiß über neue Feindbilder und Konflikte zu berichten, legt sich gedruckt mit der georgischen Mafia, der Spezies der Waffenschieber, und den Weiße-Kragen-Verbrechern der Pharmaindustrie an.

Möglicherweise könnte sich das Genre Spionageroman im Zuge dieser Entwicklung bald als zu eng, zu abgedroschen, als nicht mehr zeitgemäß, demnach überholt erweisen. Vielleicht tritt der wandelbare politische Spannungsroman in dessen Fußstapfen. Reine Spekulation. Das alles anders kommen kann, als man denkt, bewies die eher kühle Italienerin Liaty Pisani mit dem Thriller "Die Nacht der Macht" (2002). Spätestens seit diesem Titel wird ihr bescheinigt, besser als irgendjemand zuvor Spionage zu schreiben. Dicker noch: die Gazetten sprachen gar davon, die Pisani habe die Ehre des mittlerweile verstaubten Genres gerettet.

Die Zukunft wird zeigen, welche Rolle die Literatur-Spezies Spion weiterhin in einer sich dramatisch verändernden Welt spielen wird. Die klassische Aufteilung unter die beiden Großmächte ist verschwunden. Der Kommunismus als Gegenspieler ist tot. Der Sieger ist dabei, sich irgendwie neu zu ordnen; vorerst globalisiert er, so sagt man. Andere Schreckgespenste lauern hinterrücks hinter undurchsichtigen Nebeln. Offen bleibt, wie der echte Spion, bei dem der Literaturspion in die Lehre geht, in Zukunft lebt, werkelt, ob er betrügt oder ehrlich bleibt, sich arrangiert oder korrumpieren läßt, wie er untertaucht, flieht, ausgeliefert, verhaftet wird, flüchtet, immer wieder flüchtet, welchen Wirtschafts-, Staats- oder Sektengeheimnissen er nachschnüffelt, wer Auftraggeber und Bösewichter sein werden et cetera pp. "Also ..." sprach Zarathustra "... einen Wodka-Martini bitte, geschüttelt, nicht gerührt ... Zumindest der ist sicher. Auf alles andere bin ich gespannt."

http://www.heiner-k.de/specials/die_welt_der_spionage/historyspionage.html

Schluss mit der Männerdomäne!

Liaty Pisani schreibt Spionagethriller. Die Kritiker wundern sich. Sie bricht mir nichts, dir nichts in die Welt der Herren Schreiber ein und zwinkert ihnen von der Überholspur charmant zu.

PisaniSpionin wolle sie werden, vielleicht auch Schriftstellerin, phantasierte einst das kleine Mädchen Liaty. Heute ist sie über fünfzig und schreibt wahrhaftig. Liaty Pisani, die Italienerin mit dem kühlen Blick, ist eine begnadete Meisterin im Formulieren und Fabulieren. Den Gedanken mit dem Spionieren hatte die am 10. Mai 1950 in Mailand Geborene beizeiten fallen gelassen. Die Sache war ihr nach reiflicher Überlegung zu halsbrecherisch. Das sollten doch besser die hartgesottenen Kerle erledigen.

So widmete sie sich dem filigranen Gegenstand der Lyrik und schrieb flott los. Als dreizehnjähriges Fräulein gab sie den ersten Gedichtband heraus. An dem Erstlingswerk "Il mondo nasce e io l'amo" berauschten sich die Kritiker. Bis zu ihrem Zweiundzwanzigsten legte sie zwei weitere Gedichtbände nach. Dann nahm sich die Pisani eine längere schriftstellerische Auszeit, ehe 1986 ihr erster Roman "Il falso pretendente" auf dem Markt auftauchte. 1987 folgte der zweite unter dem Titel "La terra di Avram".

Gegen die Globalisierung hat sie etwas, gegen Politiker sowieso und gegen Komplotte allemal. Vielleicht schloss sich aus diesen Gründen im Jahre 1991 der Kreis zu ihren Kindheitsträumen: die Pisani wandte sich dem Genre Spionageroman zu. "Seit ihrem Erstling 'Der Spion und der Analytiker' (1994) wird sie als Spionageautorin gefeiert. Zu Recht!" schrieb MAXI, Hamburg.

Waghalsig die Frau. Das Niederschreiben von Spionageliteratur war doch bisher Männerdomäne. Die Herren Eric Ambler, John le Carré, um nur zwei zu nennen, gleichzeitig Pisanis Vorbilder, beherrschten während der Zeit des Kalten Krieges das Fach wie im Schlaf. Ambler verstarb 1998, John le Carré publiziert zwar immer noch, jedoch mit mäßigem Erfolg. Die Pisani flickt ihren Lehrmeistern heute an Zeug und Stil. "Die Meisterin des Agententhrillers", so Volker Hage vom SPIEGEL, beweist, dass nach Ende des Kalten Krieges immer noch genügend Stoffe da sind, um atemberaubende Stories zu zaubern. Ihr Serienagent Ogden, abgeleitet vom Namen einer britischen Zigarettenmarke der Goldenen Zwanziger, dieser kühle und kluge Grübler, Moralist von Hause aus, wird von vielen Kritikern als der neue James Bond gefeiert. Wer sich darüber eine Meinung bilden will, dem seien Pisanis Thriller "Der Spion und der Dichter", "Der Spion und der Bankier", "Der Spion und der Analytiker", "Der Spion und der Schauspieler" und die "Nacht der Macht" anempfohlen.

Doch das ist es nicht allein. Was sie von den Herren der Domäne abhebt, ist ihr "literarisches Schreibgefühl", so Martina I. Kischke von der FRANKFURTER RUNDSCHAU. Überhaupt meinen es die Kritiker gut mit ihr. "Ein bemerkenswertes literarisches Talent ... außerhalb der italienischen Tradition ...", schreibt LA STAMPA und CORRIERE DELLA SERA vermeldet "Liaty Pisani schreibt echte Spionagethriller: mit effektvollem Plot, spannend, gut getimt, packend und flüssig geschrieben". Spannend und dramatisch ist ihre Erzählweise auf jeden Fall. Sie selbst meint: "Ich finde es traurig, dass es heute als ungewöhnlich gilt, einen spannenden Plot mit einem guten Stil zu verbinden. Ich war immer der Auffassung, dass jeder Schriftsteller, der etwas auf sich hält, dazu in der Lage sein sollte." Womit sie sicherlich recht hat.

Das Erfolgsrezept der Einzelgängerin enthält noch eine weitere Ingrediens: "Ich recherchiere, höre Dinge und reime sie zusammen wie ein Mosaik". Wahrhaftig, sie recherchiert fleißig die Geschehnisse der Zeitgeschichte, und ihre Spione bekommen auch nach dem Ende des Kalten Krieges alle Hände voll zu tun.

Obwohl beim Schreiben ihre Laune besser wird, bekommt sie regelmäßig davon Kopf- und Genickschmerzen. Ob sich das im Tessin ändert, wohin die gut aussehende, kühl wirkende Schriftstellerin verzogen ist, wird fraglich sein. Denn sie steht in der Pflicht ihrer Leser, sie muß nachlegen. "Liaty Pisanis Agententhriller rettet das verstaubte Genre ins dritte Jahrtausend", schrieb der STERN. Genau da sind wir angekommen. Es ist Pisani-Zeit!

http://www.heiner-k.de/specials/die_welt_der_spionage/maennerdomaene.html

Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank

England in Not

Sinkt die Sonne im Jahr, wird es Herbst. So auch 1902. Deutschland und England armieren die Flotten. Das Wetterleuchten des Ersten Weltkrieges züngelt entfernt am Horizont.

childers_raetsel_der_sandbaDer Oxford-Absolvent Davies, ein mittelprächtiger Advokat, lädt den einstigen Kommilitonen Carruthers zu Segeltörn samt Entenhatz auf die kühle Nordsee ein.

Gemütlich schippern sie mit der Yacht "Dulcibella" an der norddeutschen Küste Schleswig-Holsteins, im Wattenmeer zwischen Elbe- und Emsmündung und den Gewässern um Ostfriesland entlang. Dann lernt Davies auf Norderney den betuchten Kaufmann Dollmann kennen, vorgeblich Schwede. Der lotst mit seiner Yacht "Medusa" bei rauher See Davies' Boot durch das Wattenmeer. Sie erleiden Schiffbruch, und Davies verliert um Haaresbreite das Leben. Der Schwede sucht das Weite. Carruthers und Davies vermuten einen Gewaltstreich. Bald entdecken sie, dass Dollmann in Wahrheit Engländer ist, vormals sogar Offizier der Royal Navy war. Der Lump muß ein Verräter sein, in deutschen Diensten stehen, dem Intimfeind wertvolle Informationen zuspielen; davon sind beide überzeugt.

Zu allem Unglück entflammt Davies für Clara, Dollmanns Tochter. Verstört rätselt er, welchen Auftrag sie im Spinnennetz der Intrigen erfüllt, ob Dollmann sie benutzt, oder ob sie mit dem Vater gemeinsame Sache macht.

Als blinder Passagier auf einem Schlepper wird Carruthers Zeuge eines geheimen Seemanövers der Kaiserlichen Marine. Die Deutschen proben die Invasion in England. Kein Zweifel: da hat Dollmann die Finger drin, er ist ein englischer Überläufer. Davies und Charruthers entwischen nach England, um den Verrat zu entlarven. Der geneigte Leser möge das überraschende Ende selbst erfahren.

Der Roman, leise durchwoben von der Art eines Bram Stoker, sei für Liebhaber des nervenkitzeligen Genres sowie für Freunde historischen Abenteuers unbedingt empfohlen. Dieses Werk ist schlichtweg der Klassiker, nein, der Pionier der Spionageliteratur.

Über den Autor:
Robert Erskine Childers (1870-1922), irischer Politiker, Revolutionär und Autor schrieb über Politik und militärische Belange. Weltruhm erlangte er durch seinen einzigen Roman "Das Rätsel der Sandbank"(1903).

Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank
Taschenbuch, Diogenes Verlag, 336 Seiten
ISBN 3-257-20211-3
10,17 Euro

http://www.heiner-k.de/specials/die_welt_der_spionage/rezensiondasraetseldersandbank.html

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