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ARABERFRESSER, PSEUDOSEMITEN UND BRANDSTIFTER Teil I - Giftmord-Anstifter „Bibi“ will die Welt retten
Welch erbärmlich Grauen fasst Übermenschen dich! Vor allem dann, wenn die Kultur eines Volkes nur nach einzelnen Eigenheiten, ohne Berücksichtigung des gesamten Kulturbereichs beurteilt wird, lernen sich die Menschen, gleich welcher Hautfarbe oder Nationalität, weder kennen noch verstehen.
Ein neumodisch braunes Gespenst geht um, nicht nur im deutschen Land, in der westlichen Zivilisation. Der Dämon gibt sich proisraelisch, proamerikanisch, hat sich zur besseren Kennung die Flagge Israels übergestreift, die der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Spukgestalt gibt vor, dem amerikanischen Volk, dem israelischen, den Europäern zu Diensten zu sein; doch die Völker wissen nichts davon, noch haben sie den Pulk autorisiert. Ein Blendwerk ohnegleichen mit dem die Kohorten hausieren gehen, mit dem sie friedliebenden, wahrheitsliebenden, freiheitsliebenden Israelis, Juden, Amerikanern, Europäern einen schlechteren „Gefallen“ nimmer (an)tun könnten! Es schleichen wieder Truppen durch unsere Strassen, deren Mief auch nicht das aufgetragene, vermeintlich humanitäre Deodorant zu übertünchen vermag: Unterm Fahnenstoff stinkt es fürchterlich hervor; es müffelt nach Gewalt, nach Rassismus, nach Herrenmenschentum. Gestank, der von Arroganz, Narzissmus, neben eiskalter Berechnung auch von Dummheit genährt wird; Ingredienzien, die den fast perfekten il fascista ausmachten. Doch unterm Stoff rumoren nicht die vulgären Nazis traditionell deutscher Machart; jene mit Springerstiefeln, Glatze, jene Mitglieder der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands - älteste neonazistische Partei hierzulande - und andere Kohorten, die Ausländer lynchen und Adolf Hitler anbeten. Nein, die neuen braunen Heerscharen, die sich unter „Magen David“ und “Stars and Stripes“ tummeln, die für ihre ideologischen Zwecke diese Staatsflaggen „kalt“ übernommen haben, sind eine Art unsägliche Incubi und Succubi, die unbedarften Menschen einen islamischen Alp unterjubeln wollen und dem politischen Gegner zuweilen und je nach Strategie und Tagesform dreist und frech – dazu gebrauchen sie das Internet vorzüglich - einen antisemitischen, antiamerikanischen, faschistischen, bolschewistischen, kommunistischen, rotfaschistischen etc. und bei Bedarf auch mal einen pädophilen Stempel aufdrücken; selbstredend politisch motiviert, gesteuert. Die Fusstruppe entblödet sich zu keiner Zeit, der „deutschen Volksgemeinschaft“ und der deutschen Linken vorzuwerfen, „offen oder latent antiamerikanisch und vor allem antisemitisch zu sein“. Sie betrachtet daher „den Kampf Israels in der Tradition des Aufstands im Warschauer Ghetto“ und den jüdischen Staat als Bollwerk gegen den „Islamfaschismus“. Daher „befürworten sie alle Massnahmen bis hin zum Krieg, die den Bestand des jüdischen Staates und den Schutz seiner jüdischen Bewohner sichern sollen“. Ein Grossteil der deutschen Medienlandschaft liegt den Akteuren dabei offenbar zu Füssen. Wie das funktioniert, wer da was zusammenkleistert, was (international) zusammengehört, soll Thema eines nächsten Aufsatzes sein. Um schon jetzt Missverständnissen energisch vorzubeugen: Der gesamte braune Sumpf – Deutschland betreffend - gehört trockengelegt: Altnazis, Neonazis und eben auch der schmutzige Tümpel, den ich in dieser mehrteiligen Serie zu beschreiben und definieren versuche. Allerdings: Die Leitwölfe unterm Schafspelz haben sich längst im Establishment eingenistet; dort, wo man sich gegenseitig auf die Schulter klopft, dekoriert, begünstigt, vor Schaden bewahrt. Das macht sie stark; zumindest mit dem Mund, zumindest in der demagogischen Durchschlagskraft, nicht in der Eigenschaft Mensch. Der deutsche Staat soll hiermit samt Verfassungsschutz aufgerufen sein, das weite Feld näher zu beleuchten, um seine Bürger vor dieser Horde zu behüten. So weit, so gut. Ich nenne die Akteure innerhalb der neuen deutschen und braunen Gangart der besseren Unterscheidung wegen Pseudosemiten und ihre Aktivitäten pseudosemitisch; Arbeitsbegriffe, die ohne jeden religiösen, biologischen oder anthropologischen Bezug allein die politischen Charakterisierung und Ausrichtung jener Spezies zeichnen sollen. Was deren Wirken betrifft, so glaube ich, hat sie sich zusätzlich den Beinamen „créateurs d'antisémites“ verdient: Antisemiten-Macher, die - ähnlich dem Federvieh, das in der Tatsächlich sind die Spukgestalten selbst bis auf die Knochen antisemitisch, antiisraelisch, antiamerikanisch, antieuropäisch – sie sind unzivilisiert; merken es nicht, wollen es nicht merken oder verdrängen es, denn: Sie sprechen eben nicht für die Mehrzahl aller Israelis, Juden, Amerikaner, Europäer; sie sind lediglich die hiesigen (benutzbar gemachten) Lautsprecher einer in vielen Ländern geschmähten (rechten, neokonservativen) Clique; eben jener Clique, die sich das amerikanische Volk gerade vom Hals schaffen will, eben jener Clique, die in Israel wegen Korruption, Misswirtschaft des Vertrauens verlustig geworden ist. Das hält diese Schreckgespenster aber nicht davon ab, bezahlt oder unbezahlt, als eine Art Fünfte Kolonne - auch in Deutschland - weiterhin an vorderster neokonservativer Front zu kämpfen, in den gängigen Medien, im Internet, um die Hirnwindungen der Menschen systematisch so zu verknoten, dass noch der Letzte sich endlich vor dem angeblichen unzivilisierten “Abschaum“ aus Muselmanien, der die Übernahme Europas, der Welt im Sinn hat, jenen Kameltreibern mit dem Krummdolch, die so schnell explodieren, fürchte. Kurzum: Das Agieren der Pseudosemiten ist Teil der psychologischen Kriegsvorbereitung des nächsten anstehenden Krieges gegen den Iran; den gegen den Irak konnten sie bereits bejubeln. Sie sind, um im CIA-Jargon zu sprechen, annähernd das, was man Kettenglied der „schwarzen Propaganda“ nennt; eine „Besonderheit“, die ihre Wurzeln in der faschistischen Propagandatheorie und –praxis hat. Berlin-Mitte 2007 „Irans Präsident Ahmadinedschad plant den Massenmord. Die ‚Holocaust – Konferenz’ in Teheran ist Teil seiner Vorbereitung. Die Entwicklung von Atombomben und Raketen bedroht auch Europa. Der Vergleich mit den gefährlichsten Verbrechern der Weltgeschichte ist zutreffend. Demokraten dürfen nicht schweigen.“ Diese politische Steilvorlage erfüllend, trommelten am Sonntag, den 28. Januar 2007 nach Angaben der Polizei 600 bis 700 Pseudosemiten, Anstifter und Mitläufer - nach grosszügiger Selbstschätzung sollen es gar 2000 Unruhestifter gewesen sein - vom Berliner Alexanderplatz zum Holocaust-Mahnmal nahe dem Brandenburger Tor; und zwar „einstimmig gegen den gefährlichsten Politiker der heutigen Zeit“. „Berlin war erst der Anfang“, dröhnte es nachgerade (wieder) durch die Strassen der ehemaligen Reichshauptstadt, die Deutschland zweimal zum verhassten Staat auf dem Globus machte. Ehe wir in die Geschichte abtauchen, um hernach mit besserem Verständnis, dabei möglicherweise heftig hechelnd - nicht wegen Luftmangels, sondern wegen durchlittener Einsichten -, wieder auftauchen zu können: Der Zentralrat der Juden in Deutschland lehnte die Demonstration der Pseudosemiten auf das Energischste ab, was einer der ihren – ein journalistischer Sniper, ein Internet-Blogger, der, anonym arbeitend, seine „Gegner“ aus sicherer Deckung mit Schmähungen überzieht - sogar dokumentierte: „Die Analogie des Demonstrationsaufrufs, Ahmadinedschad würde das Werk Hitlers fortsetzen wollen, bezeichnete der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan J. Kramer, in einem Schreiben an die Organisatoren schlicht als ‚idiotisch’ und die Demonstration als ‚lächerlich’. Der Sekretär machte gegenüber den Demonstrationsorganisatoren deutlich: … Es gibt bestimmte politische Spielregeln.“ Klare Worte und ein sauberer Schnitt, dem auch die Herren Alexander Brenner und Albert Mayer von der Jüdischen Gemeinde Berlin, sowie Dr. Friedbert Pflüger, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, folgten: Die kratzten nämlich im letzten Moment die Kurve und liessen sich mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Kundgebung entschuldigen. Chapeau bas! Das war gut so, denn was einige pseudosemitische Leithammel bei der „Abschlusskundgebung“ vor dem Holocaust-Mahnmal aus ihren Hirnen furzten, klang wie der zeitverzögerte und verzerrte Nachhall einer längst vergangenen Berliner Epoche. Ein Dr. Matthias Küntzel salbaderte, dass „Irans Regierung die erste ist, die einen anderen UN-Mitgliedstaat vernichten will. Sie ist die erste, die die Holocaust-Leugnung als aussenpolitische Kampagne betreibt. Ahmadinedschad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust. Gleichwohl weigert sich die Mehrheit, der Gefahr ins Auge zu sehen“. Und weiter im Text des pseudosemitischen dottore: „‚Das zionistische Regime wird wegradiert und die Menschheit befreit werden’ – sind ernst gemeint: Wie Hitler mit dem Judenmord die Menschheit zu ‚befreien’ suchte, glaubt Ahmadinedschad die Welt durch Israels Vernichtung zu ‚befreien’.“ Pseudosemit Küntzel baute seine „Argumentation“ auf den seit geraumer Zeit gebetsmühlenartig wiederholten Lügen auf, jenen (bewusst) falsch übersetzten Redetexten Ahmadinedschads; mittlerweile hat sich das zwar in der nachdenkenden Welt herumgesprochen, doch Hassprediger und Kriegshetzer muss das kalt lassen, weil es Teil der psychologischen Kriegsvorbereitung zu sein hat. Hier das Statement von Professor Juan Cole, Präsident des Global Americana Institute, Library of Americana Translation Project: “Every time you see a newspaper article that alleges that Ahmadinejad said that Israel should be wiped off the face of the map, please write the editor. Say that this idiom does not exist in Persian, and that what Ahmadinejad actually said was, ‘This occupation regime over Jerusalem must vanish from the page of time.’ And you can cite me.“ Ein gewichtiger Unterschied, der Herrn Doktors Lügengespinst von der Vernichtung Israels, das israelisch-amerikanische Ex-Importware zu sein scheint, in sich zusammenbrechen lässt. Ein anderer Pseudosemit namens Sacha Stawski goebbelte, dass sich „die Drohungen des Herrn Ahmadinedschad und seiner Gleichgesonnenen keinesfalls nur gegen den Staat Israel richten. Sie richten sich gegen die gesamte westliche Lebensweise und gegen jeden der hier Anwesenden … die atomare Aufrüstung des iranischen Regimes bedroht Europa, Israel und die gesamte freie westliche Welt … weil der Iran über Raketen verfügt, die Europa und den Nahen und Mittleren Osten in ein Inferno verwandeln können. An seinen mörderischen Absichten lässt Ahmadinedschad keine Zweifel“. Der quatschende Mensch forderte „ein Ende des diplomatischen Schmusekurses mit dem Judenhasser Ahmadinedschad, der offenbar der ‚Hitler des 21. Jahrhunderts’ werden möchte“. Und wusste aber auch, dass „wir es hier mit einem Regime zu tun haben, das den Tod für wertvoller erachtet als das Leben. Ein Regierungsoberhaupt mit dieser Mentalität, verbunden mit Raketen, die Europa erreichen können, ist viel zu gefährlich, um nukleare Waffen zu besitzen!“ Fragt man sich - zum Teufel noch mal -, wer denn in den letzten Jahren auf dieser Welt Länder überfallen und Menschen zu Tausenden getötet hat. Die Iraner waren es jedenfalls nicht. Die Herren Redner waren wohl ob des strömenden Regens etwas hirnweich geworden? Apropos Atombombenexperimente der Israelis, die Stawski als extraordinäre Bedrohung der Menschheit ins Spiel brachte… Stopp: Was redete der da für Zeug? Der Judenstaat ist satt bestückt mit Nuklearsprengköpfen, der muss nicht mehr experimentieren! Noch mal von vorn. Ich hab’s: Das war mein Fehler! Stawski sprach nicht von den real existierenden israelischen Atombomben; er bezog sich auf die imaginären iranischen Atombombenexperimente. Gut, jetzt haben wir es. Entschuldigung Stawski! Also, wo wir beim Thema sind, da fällt mir gerade ein, dass sich auch der amerikanische Nachrichtensender CNN schon mal im Januar 2006 bei Ahmadinedschad entschuldigen musste, weil der Dolmetscher des Kanals die Worte des Präsidenten, dass „eine zivilisierte Nation keine Atomwaffen benötigt, unsere Nation benötigt keine“ mit „Iran hat das Recht, Nuklearwaffen zu bauen“ live „fehl übersetzte“, was der Sender genüsslich mehrmals in den Äther gejagt hatte. Die kargen Beispiele sollen verdeutlichen, wie im Sold stehende oder unbezahlte Demagogen zu arbeiten in der Lage sind. „Wladimir Hitler“ Jabotinski Ich springe nun fesch in eine andere Spur, in eine historische, und beginne selbstverständlich mit dem berühmten Gedicht; mit einem anderen Aufhänger wäre es aber auch gegangen:
„Das da hätt' einmal fast die Welt regiert, Der antifaschistische Publizist Bruno Frei, mütterlicherseits ein „direkter Nachfahre“ des weltbekannten deutschen Dichters Heinrich Heine – zum weit verzweigten Stammbaum der Familie gehören auch Theodor Herzl und Karl Marx - schrieb am 1. Juli 1933 auf Seite 6 in Nummer 5 der Zeitschrift „Gegen-Angriff“, die er nach der Emigration aus Deutschland in Prag herausgab: „Der jüdische Hitler heisst Vladimir Jabotinski. Er ist Präsident der ‚Weltunion der Zionisten-Revisionisten’. Das ist eine selbständig organisierte Fraktion des Zionismus, die sich zum Ziele gesetzt hat, den Zionismus von den ‚kleinzionistischen und klassenkämpferischen’ Elementen zu säubern. Jabotinski hat ein vollständiges Programm der Faschisierung Palästinas… Der jüdische Faschismus hat auch seine eigenen imperialistischen Forderungen. Noch ist Palästina selbst eine Kolonie des britischen Imperialismus, aber schon fordert der jüdische Faschismus das selbständige arabische Gebiet des Emir von Transjordanien unter dem Schlagwort ‚Vereinigung von Ost- und Westpalästina’… Das ganze Programm von Adolf Hitler findet sich in hebräischer Übersetzung bei Jabotinski... In einem am 25. Mai (1933) im Wiener Konzerthaussaal gehaltenem Vortrag entwickelte er – seinen Meister Hitler genau kopierend – einen ‚Fünfjahrplan für Palästina’, der in seiner weiteren Entwicklung einen arabisch-europäischen Krieg vorsieht, in dem die Juden auf der Seite Europas gegen die Araber zu kämpfen haben…“ Der Artikel trug die Überschrift „Jüdischer Faschismus. Adolf Hitlers Schüler in Palästina“. Jabotinski hatte die genannte „Weltunion der Zionisten-Revisionisten“ samt dazugehöriger Jugendbewegung „Brith Trumpeldor“ im Jahre 1925 als einen Gegenentwurf zum üblichen Zionismus gegründet. Die Truppe drängte darauf, für den Staat Israel in Palästina eine „Maximallösung“ zu erzielen, welche die Parteizeitung Nationale Front damals so formulierte: „Sie (die “Maximallösung”) fordert ganz Palästina einschliesslich Transjordaniens und der syrischen Wüste“. Abba Achimeir, der Herausgeber des Blattes, der sich selbst als Faschist bezeichnete und den „Bund der Terroristen“ gegründet hatte, begrüsste den Kumpan Jabotinski öffentlich als Il Duce - der Führer - als der 1928 in Palästina eintraf! Die Mitglieder der Jugendbewegung trugen selbstverständlich Braunhemden wie ihre Nazi-Vorbilder und waren in Banden von Strassenkämpfern - ähnlich Mussolinis Squadristi - organisiert. „Wenn sich der Zionismus durchsetzen soll“, sagte Mussolini schliesslich 1935 zum Rabbiner Prato, „müssen Sie unbedingt einen jüdischen Staat mit einer jüdischen Fahne und jüdischer Sprache haben. Es gibt jemanden, der das sehr klar erkannt hat - Ihr Faschist, Jabotinski.“ Der italienische und der israelische Duce mochten sich. Jabotinski, dem ein rassistisch motivierter Araberhass eigen war, sprach sich vehement gegen die Teilung Palästinas aus. Statt dessen propagierte er eine „Eiserne Mauer“: „Wenn man ein Land kolonisieren will, in dem schon Menschen leben, dann muss man die Besetzung dieses Landes vorsehen oder irgendeinen ‚reichen Mann‘ oder Wohltäter finden, der diese Besetzung für dich durchführt. Oder ansonsten die Kolonisierung aufgeben; denn ohne bewaffnete Macht, die jeden Versuch, diese Kolonisierung im Keim zu ersticken oder zu verhindern, physisch unmöglich macht, ist eine Kolonisierung unmöglich, nicht ‚schwierig‘ oder ‚gefährlich‘, sondern unmöglich! ... Der Zionismus ist ein Kolonisierungsabenteuer und deshalb steht und fällt er mit der Frage der bewaffneten Kräfte. Es ist wichtig ... Hebräisch zu sprechen, aber bedauerlicherweise ist es noch wichtiger, schiessen zu können - ansonsten ist die Sache der Kolonisierung erledigt.“ Mit seinen Kerls in Braunhemden fing Jabotinski an, die grossen zionistischen Organisationen zu zerschlagen. 1932 befahl er Streikbrecher-Aktionen gegen die zionistische Gewerkschaftsbewegung Histadrut, die er im Hitler-Jargon als „ein grosses Krebsgeschwür“ im Körper der jüdischen Gemeinde in Palästina bezeichnete, „das immer bösartiger wächst. Wir werden gegen dieses bösartige Geschwulst Krieg führen bis zum bitteren Ende.“ David Ben Gurion (1886 bis 1973), israelischer Staatsmann und Mitbegründer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Israels, nannte Jabotinski während einer Grossveranstaltung im Februar 1933 unter anderen auch wegen dieser Ausfälle kurzerhand „Wladimir Hitler“ und warnte davor, „die Bedrohung dieser hitleristischen Gefahr auf dem jüdischen, zionistischen Weg nicht zu unterschätzen“. Am 15. März 1933 forderte Gurion auf einer anderen Demonstration, dass es an der Zeit sei, „unseren eigenen Hitleristen“ den Krieg zu erklären: „Wir stehen vor einem Krieg auf Leben und Tod.“ Die Fehde Gurion und Jabotinski erreichte ihren Höhepunkt am 16. Juni 1933, als Chaim Arlosoroff, der Leiter der Politischen Abteilung der Jüdischen Behörde und Gurions Verbündeter, von Abraham Stavski, einem Agenten der Revisionistenpartei erschossen wurde. Jabotinskis Enkel Ariel Sharons Likud-Partei ging aus eben dieser Bewegung, die Jabotinski begründet hatte, hervor und steht in direkter Nachfolge; allerdings ebenso in schärfstem Kontrast zu allem, was traditionellem Judentum kostbar und heilig ist. Und noch etwas wird deutlich: „Das Problem ist nicht pauschal ‚der Zionismus’, sondern eine faschistische Strömung innerhalb der zionistischen Bewegung, die auf den Mussolini-Fan Wladimir Jabotinskij zurückgeht.“ Daher wundert es nicht, das Sharon und die vormaligen Likud-Ministerpräsidenten Begin, Shamir und Benjamin Netanjahu - auch als „Jabotinski Fürsten“ bekannt - allesamt Apostel der rassistischen Weltanschauung dieses Mannes sind. „Sie teilen mit ihrem Mentor die Zurückweisung der jüdischen Weltanschauung und ihres wichtigsten Grundprinzips, das im ersten Buch Mose, der Schöpfungsgeschichte, ausgedrückt ist: ‚Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.’ Alle Menschen, Männer und Frauen, sind also nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Die Lehre des Jabotinski, des Begründers des „revisionistischen Zionismus“, ist gewissermassen noch immer die Ideologie der Likud-Partei, deren Führung der 1949 in Tel Aviv geborene Benjamin Netanjahu inne hat. Netanjahu folgte in der Siedlungspolitik seinem Vater, dem Hardliner Benzion Netanjahu, ein Historiker, der über die spanischen Juden des 15. Jahrhunderts forschte, der zum engsten politischen Kreis um den Ideologen Jabotinski zählte und ihn verehrte. Netanjahus Eltern sprachen nämlich, so wie es Jabotinski formulierte, den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat ab und träumten vom „Gross-Israel“. Sohn Benjamin Netanjahu tut es ihnen gleich; wie Jabotinski es war, so ist auch er davon überzeugt, dass arabischer Widerstand so lange existieren würde, wie die Palästinenser noch hoffen könnten, die Juden „ins Meer zu treiben“. Netanjahu fordert, Ahmadinedschad in Den Haag anzuklagen Die Story mit dem “ ins Meer treiben” unterstellt Israels rechter Oppositionsführer „Bibi“ Netanjahu nun den Iranern, speziell dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad. Wie israelische Tageszeitungen am 20. Dezember 2006 vermeldeten, will er nun gar Ahmadinedschad in einer Privatinitiative und in Kooperation mit einer internationalen Lobby vor das Internationale Kriegsgericht in Den Haag zerren. Die Aktion wird sogar vom israelischen Aussenministerium unterstützt. Netanjahu hatte die Räder der psychologischen Kriegsführung in Europa und der Welt längst zum Laufen gebracht. Bereits im Herbst 2006 drohte er, dass es wegen des freien Holocaust-Forschungsprogramms einen atomaren Angriff auf Iran geben könne. Gegenüber der israelischen Tageszeitung Haaretz bekundete Netanjahu am 14. November 2006: „Es ist 1938 und der Iran ist Deutschland. Der Iran strebt nach Atomwaffen. Glaubt, was Ahmadinedschad sagt, und stoppt ihn. Wir müssen ihn stoppen, alles andere muss diesem Ziel untergeordnet werden. Der iranische Präsident leugnet den Holocaust, er trifft Vorbereitung für einen neuen Holocaust im Judenstaat.“ Im israelischen Armee-Radio, so berichtete Haaretz, drohte der rechtsgerichtete Israeli zudem, sein Land besitze die nukleare Fähigkeit, Atomanlagen im Iran und Orte der Holocaust-Konferenz zu zerstören: „Netanjahu deutete an, dass Israel die erforderliche militärische Fähigkeit besitze, die iranische Atombedrohung zu eliminieren. Er vermied es, darauf einzugehen, welche Waffen dieser Fähigkeit zugrunde liegen. Der Likud-Vorsitzende sagte: 'Ich möchte jetzt nicht die Fähigkeit analysieren, die zur Eliminierung der iranischen Bedrohung existiert'.“ Netanjahu wiederholte die Kriegshetze am 19. Dezember 2006 in Tel Aviv vor 60 geladenen Botschaftern, die er zu Aktionen gegen den Iran aufrief. „Wann hat ein Führer der Welt öffentlich zum Genozid aufgerufen?“, wollte er wissen und hämmert seinen bekannten antiiranischen Psalm in die Köpfe der Zuhörer: „Es ist 1938 und der Iran ist Deutschland. Mein Land ist bedroht, aber ihre Länder auch – Ahmadinedschad ist ein Problem für die Juden, wie Hitler es war, aber er ist auch ein Problem für die gesamte Welt. Der Iran verfolgt eine fanatische Phantasie von einem nuklear bewaffneten Tausendjährigen Islamischen Reich, Kernwaffen, die (das Land) benutzten wird. Wir müssen ihnen diese Waffe verweigern. Sie haben die Macht, das zu stoppen und es kann innerhalb von 1000 Tagen erfolgen.“ Um den Faden zu den deutschen Pseudosemiten, die in einem der nächsten Teile der Serie eine grössere Rolle spielen werden, nicht zu verlieren: Die Truppe spurte sofort; Tage nachdem „Bibi“ die Parole ausgegeben hatte, kursierte in Deutschland der Hass-Aufruf des von wem auch immer finanzierten Vereins „I like Israel“ zu eingangs des Artikels genannter Demonstration.
„Bibi“, um die Sache richtig rund zu machen, traf sich am 26. Januar 2007 in London mit britischen und kanadischen Abgeordneten in London, um dem Präsidenten Ahmadinedschad Aufhetzung zum Völkermord vorzuwerfen, weil der mehrfach gefordert hätte – wir erinnern uns an die fabelhaften Übersetzungen - der Staat Israel müsse von der Landkarte getilgt werden. Die Herren bemühen sich seither um das Verhängen strenger wirtschaftlicher Sanktionen gegen den Iran, denn, so die Herren, nur so könnten die Iraner verstehen, dass „Ahmadinedschad für sie nicht weniger gefährlich ist als für den Rest der Welt“. “Auch in den 30er Jahren hat niemand geglaubt“, argumentierte Netanjahu, „dass Hitler fähig wäre, so zu handeln, weil er nicht explizit davon sprach, das jüdische Volk zu vernichten. Im Gegensatz dazu tut der iranische Präsident seine Absichten öffentlich kund, und niemand versucht, ihn aufzuhalten. Israel werde sich notfalls selbst verteidigen. Aber die Frage ist, ob die Welt sich selbst schützen wird. Falls Israel als erstes angegriffen wird, werden die Menschen in den arabischen Nachbarländern am meisten getroffen. Deshalb ist dies ein internationales Interesse. Heute hat Ahmadinedschad Raketen, die Israel erreichen können. Aber er will Paris und London erreichen.“ Nur ein Verbrechen des Benjamin Netanjahu Dabei hätten die Verantwortlichen in Den Haag gute Gründe, den „Bibi“ in den Knast zu stecken, den der hatte seine kriminelle Energie längst unter Beweis gestellt. Auch die israelische Jurisprudenz hätte sich den Kerl, wäre das Land rechtsstaatlich organisiert, schon längst zur Brust nehmen müssen; da aber Weisse-Kragen-Kriminalität in jeder gutbürgerlichen, so auch in der israelischen Gesellschaft, Kavaliersdelikt ist, und in Netanjahus Fall das Opfer nur ein Araber war, ein Untermensch sozusagen, gilt offenbar die Regel: Schwamm drüber! Hier der Casus: Im September 1997 checkten zwei „kanadische“ Staatsbürger, der 28jährige Shawn Kendall und der acht Jahre ältere Barry Beads, im luxuriösen Intercontinental Hotel in Jordaniens Hauptstadt Amman ein. Kurze Zeit später, am 25. des Monats, nahmen die beiden Kerle den Befehlshaber der Hamas in Jordanien, den 41jährigen Khaled Meshal, ins Visier und folgten ihn heimlich auf dem Weg in dessen Büro. Kaum hatte Meshal den Flur des Gebäudes betreten, sprang ihn einer der „Kanadier“ von hinten an und stach ihm einen Gegenstand ins linke Ohr, aus dem Gift austrat. Die beiden Verbrecher flüchteten eilig vom Ort ihrer Untat, drängten sich in ein wartendes Auto und rasten davon. Meshals Bodyguard, Experte in Kampfkünsten, flitzte den beiden hinterher, stoppte geistesgegenwärtig ein Privatauto, schlüpfte hinein und gab ordentlich Gas. Das Fahrzeug mit den „Kanadiern“ stoppte überraschend, die Kerle sprangen heraus und rannten zu Fuss von dannen. Der Leibwächter nahm die Beine in die Hand und bekam schon nach kurzer Hatz einen der Übeltäter am Hemd zu fassen. Der drehte sich herum und schlug seinem Verfolger wütend mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf - die Wunde musste später mit achtzehn Stichen genäht werden. Ungeachtet der Verletzung haute der Bodyguard den Kontrahenten sogleich mit einem einzigen Schlag um, griff sich dann den zweiten, stiess den ebenfalls mit einem Hieb ins Land der Träume, ehe er den Lumpenhund eine Böschung herab warf. Jordanische Sicherheitsoffiziere eilten herbei, beendeten die Schlacht und brachten die ramponierten „Kanadier“ auf eine nahe gelegene Polizeistation. In den Vernehmungen gaben die „Kanadier“ hastig zu, in Wahrheit Israelis zu sein und für den Auslandsgeheimdienst Mossad zu arbeiten. Die jordanischen Sicherheitsbehörden protokollierten die Geständnisse auf Videoband; echte kanadische Geheimdienstler stellten bei der Untersuchung der Pässe fest, dass die selbstverständlich gefälscht waren. In der Zwischenzeit hatte das Nervengift, welches die Agenten gespritzt hatten, begonnen zu wirken und Meshal, der ins Krankenhaus gebracht worden war, litt unter erschwerter Atmung und unkontrolliertem Erbrechen. Bald fiel er in tiefe Bewusstlosigkeit. Schon am nächsten Morgen musste er künstlich beatmet werden; seine Körpertemperatur verharrte auf 38,8 Grad Celsius und widerstand jeder Behandlung. König Hussein von Jordanien rief schleunigst den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an, forderte die Herausgabe des Gegengiftes und warnte, falls Meshal sterbe, würden die beiden Agenten des Mossad öffentlich aufgeknüpft werden und Jordanien die diplomatischen Beziehungen zu Israel abbrechen. Da Netanjahu ablehnte, griff der Monarch erneut zum Hörer, holte sich US-Präsident Bill Clinton in Washington an die Strippe und forderte den auf, Netanjahu das Gegengift abzupressen. Clinton rief nun seinerseits Netanjahu an, der sich wohl in die Hosen zu machen anschickte und prompt einknickte. Ein Ärzteteam machte sich sofort mit dem Gegengift im Gepäck auf die Socken und flog in die jordanische Hauptstadt, um Meshal zu retten. Clinton, so ist überliefert, hat sich nach dem „Gespräch“ mit Netanjahu wütend Luft gemacht: „Ich kann mit dem Mann nichts anfangen. Der ist unmöglich.“ Ein ranghoher Beamter im Weissen Haus zeigte hingegen keinerlei Scheu und posaunte die Meinung seiner Kollegen heraus: „Wir verabscheuen ihn.“ Am nächsten Tag, so die Legende, flog Netanjahu, begleitet von mehreren Ministern und Sicherheitsleuten, in geheimer Mission nach Amman, um die Freilassung der Agenten einzufordern. König Hussein liess ihn gar nicht erst vor. Über seinen Bruder, Kronprinz Hassan, liess er die Truppe aus Tel Aviv wissen, dass der Preis für solcherart Deal hoch wäre. Hussein forderte vor Übergabe der Mossad-Agenten die Freilassung des in Israel zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilten „geistigen Führers“ der Hamas, Scheich Ahmed Yassin, sowie anderer Aktivisten der Organisation. Gesagt, getan. Zehntausend „entrückte“ Anhänger konnten den Scheich bald im Gaza-Streifen begrüssen. Kronprinz Hassan flog umgehend nach Washington, wo er Präsident Clinton, Vize Al Gore und Aussenministerin Madeleine Albright die vorliegenden Beweise gegen die Agenten und das Videoband mit den Geständnissen auf den Tisch warf und an den Präsidenten appellierte, seine Hand schützend über den „Friedensprozess“ im Nahen Osten zu halten. Der Washington Post gab Clinton zu verstehen, er fühle noch immer „Aufwallungen von Übelkeit“, wenn er an Netanjahus Aktion denke und deren mögliche Konsequenz für den Frieden im Mittleren Osten. König Hussein hingegen bangte mehr um den Geisteszustand Netanjahus: „Ich kann nicht verstehen, wie der israelische Premierminister denkt; und das macht mir grosse Sorgen“, gab er der Londoner Zeitung Al-Hayat zu Protokoll. Der Agentenposse, der grösste Reinfall in der Geschichte des Mossad, war eine Entscheidung des israelischen Kabinetts vorausgegangen. Nachdem am 30. Juli 1997 zwei Selbstmordattentäter der Hamas auf dem Mahane Yehuda Mark in Jerusalem 16 Israelis getötet hatten, trat das Kabinett zusammen und stimmte dafür, die Führer der Hamas, wo immer sie auch sein mögen, zu jagen und aufzuspüren. Der Mossad nahm sich das zu Herzen und entwarf Pläne, um die Chefs der Hamas in verschiedenen arabischen Städten töten zu können. Ende August präsentierte der damalige Mossad-Chef Dani Yatom dem Premierminister Netanjahu mehrere Attentatsvorschläge, inklusive den Plan, Offizielle der Hamas in der syrischen Hauptstadt Damaskus und in Amman zu eliminieren. Netanjahu lehnte Attentate in Damaskus ab, weil er die dortige Hamas schon öffentlich als Täter für die Anschläge auf dem Markt in Jerusalem gebrandmarkt hatte. Für die Tötung des moderaten Hamas-Chefs Khaled Meshal in Amman konnte er sich jedoch erwärmen. Im September gab er dann grünes Licht für die Aktion auf jordanischem Hoheitsgebiet König Hussein bezeichnete den Mordversuch in seinem Land als einen „rücksichtslosen Verrat“ des Die Opposition, eine Anzahl konservativer Kolumnisten und Generäle im Ruhestand, forderte damals aufgrund des angerichteten politischen Schlamassels den Rücktritt des Premiers, doch die rechtsgerichtete Likud-Partei, die über 68 von 120 Sitze im Parlament verfügte, liess all die Rufe in der Wüste verhallen. „Da wird viel Gezeter gemacht, aber ich kann nicht erkennen, dass Netanjahu in sein Schwert fällt“, sagte seinerzeit Zev Chafets, Politiker und Redakteur des Jerusalem Report Magazine. Der Täter Netanjahu, der zu einem Attentat, somit zu einem politischen Mord angestiftet hatte, kam - im Gegensatz zu so manchen auf frischer Tat ertappten israelischen Hühnerdieb - völlig ungeschoren davon. Teil II - Der Fälscher “Bibi”, Cheneys Drückerkolonne und MEMRI Teil III – Die Deutschland-Connection: Der Kaiser vom Nockherberg und seine Gang - Folge 1 Teil IV - Die Deutschland-Connection: Der Kaiser vom Nockherberg und seine Gang - Folge 2
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