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ARABERFRESSER, PSEUDOSEMITEN UND BRANDSTIFTER
Teil III - Die Deutschland-Connection: Der Kaiser vom Nockherberg und seine Gang – Folge 1 AL WATAN, 26. Februar 2007
„Als Paria des Schriftstellerberufes ist der Claqueur für die dramatische Kunst ein wahrer Sohn Helvetiens, denn er verkauft seinen Arm und seine Stimme jeder Macht, die sie bezahlt, und ist immer bereit, anderen mit Gewalt eine Überzeugung aufzuzwingen, die er nicht versteht. Selbstverständlich ist hier nur die Rede von dem käuflichen Claqueur, einem bezahlten Erfolgsmacher, keinesfalls aber von jenen hochherzigen Enthusiasten und freiwilligen Kämpfern einer Partei, die jede Beifallsäußerung eine Handvoll Haare, eine ordentliche Quetschung oder eine Schwächung der Lungen kostet. Hut ab vor solchen Sympathiekundgebungen! Bedauern wir diese Enthusiasten!“ (Euvres complètes de Honoré de Balzac, Verlag Calman Lévy, Paris 1879)
Helvetia, die lateinische Bezeichnung der Schweiz, hat sich bis heute gehalten. In diesem Beitrag, der das deutsche Netzwerk, das einen nicht geringen Anteil in der psychologischen Vorbereitung eines möglichen Krieges gegen den Iran leistet, nur oberflächlich beleuchten kann, so wie der rotierende Lichtstrahl eines Leuchtturmes die nächtliche Landschaft schemenhaft in Szene setzt, spielt ein unbedeutender Schweizer Claqueur eine ebenso unwesentliche Nebenrolle; eine grössere Anzahl deutscher Lobhudler wetteifern hingegen um die Hauptrollen, die das neokonservative Drehbuch zum internationalen Film „Kreuzzug gegen den Islamofaschismus“ zu vergeben hat.
Gleichgeschaltet für den totalen Krieg gegen den "Islamofaschismus"
Der “Fürst der Finsternis”, auch Richard Perle genannt, lange Zeit Vorsitzender des einflussreichen Pentagon-Beratergremiums Defense Policy Board, machte sich schon frühzeitig „Sorgen“ um die „zivilisierte“ westliche Welt. Exakt zu dem Zeitpunkt als die amerikanische Kriegsmeute das “Grosse Schlachten” im Irak startete, europäische Politik nach Ansicht der Amerikaner die Niederkunft der von US-Polit-Wahrsagern prophezeiten, vermeintlich alles vernichtenden „Allah-Akhbar-Gefahr“ verpennte, schlug er mit David Frum, Erfinder der „Achse des Bösen“, vormals Redenschreiber des keinesfalls kriegsabstinenten US-Präsidenten Bush, der Menschheit das Buch An End to Evil: How to Win the War on Terror auf die Kalotte. Beide Autoren zurrten demagogisch fest, dass „der militante Islam unsere Zivilisation stürzen und die Nationen des Westens in moslemische Gesellschaften umwandeln will. Er will der ganzen Welt seine Religion und sein Gesetz aufzwingen. Es gibt für die Amerikaner keinen Mittelweg: Es geht um Sieg oder Holocaust“. Fazit der Kreuzzugtheoretiker: Ein totaler Krieg gegen Syrien, Iran, Saudi-Arabien ist unabwendbar!
„Perle und Frum greifen … die Lehre Mohammeds in ihrer Gesamtheit an. Der Hass auf die westliche Zivilisation entspringe den Grundlagen des Islam selbst, und nicht nur deren Verzerrung. In ihrem Buch geben Perle und Frum ganz offen zu, dass es Ihnen nicht nur um den Islam geht, sondern um alles, was sich in den arabischen Ländern den US-Zielen entgegenstellt: ‚Religiöse Extremisten und laizistische Militante, Sunniten und Schiiten, Kommunisten und Faschisten – im Nahen Osten verschmelzen die Kategorien miteinander. Sie alle strömen aus demselben enormen Reservoir an leicht entflammbarer Leidenschaft.’ Am besten also, man wirft Bomben auf das ganze Gesindel und baut sich einen funkelnagelneuen Nahen Osten?“[1]
Medialer Transporteur der Demagogie in den USA ist der „Blitzableiter im Kampf gegen den Terror“, der „Muslim-Basher“ Daniel Pipes, Direktor des berüchtigten Middle East Forums. Pipes, „Autor zahlloser Schriften und Artikel über die ‚islamische Gefahr’“, die er überall wittert, veröffentlichte schon mal „schwarze Listen von Professoren, die den militanten Islam mutmasslich durch falsche Lehre unterstützen“. Das Council on American Islamic Relations erkennt in Pipes den „führenden Islamophobiker der USA“, denen es „bei ihrem Kampf gegen den Terror doch um einen Kulturkampf gegen den Islam ginge“[2].
Diese Demagogie liegt den jüngsten Hetzattacken der westlichen Welt gegen den Iran und dessen Präsidenten Ahmadinedschad zugrunde. Mohssen Massarrat, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück, brachte es in „Die Kreuzfahrer sind voller Ungeduld. ‚Demokratien’ gegen ‚Islamofaschisten’. Vom Kampfbegriff zur Kriegsallianz“ auf den Punkt; ich komme nicht umhin, seinen Worten ordentlich Raum zu gewähren:
„Die Bush-Regierung und die besonders verrückten neokonservativen Hardliner … haben … nie ihr Ziel aufgegeben, einen Krieg gegen den Iran heraufzubeschwören. Sie halten die Islamische Republik für das größte Hindernis, um einen Zugriff der USA auf den Nahen und Mittleren Osten sowie dessen Energiereserven vollständig durchzusetzen und den Status Israels, des US-Hauptverbündeten, als Hegemonialmacht in dieser Region zu festigen.
Gesucht wurde daher nach einem aggressiv-hegemonialen Kampfbegriff - gefunden wurde die Formel vom ‚Krieg der Demokratie gegen den Islamo-Faschismus’, den Think Tanks in Washington und Tel Aviv als besonders perfide Neuauflage von Huntingtons ‚Kampf der Kulturen’ präsentieren und seit einigen Jahren medial in Szene setzen. In Deutschland hat dazu bereits Josef Joffe (Mitherausgeber der deutschen Wochenzeitung Die Zeit) mit seinem Leitartikel ‚Islamo-Faschismus’ in der Zeit vom 18. März 2004 die Vorarbeit geleistet. Henryk Broder (Autor des deutschen Magazins Der Spiegel) nahm inzwischen Joffes Vorlage an ...
Das Ziel des Kampfbegriffs ‚Islamo-Faschismus’ liegt auf der Hand: Er suggeriert, der Islam sei nicht demokratie-, sondern faschismus-kompatibel, ergo müssten alle westlichen in ‚christlich-jüdischer’ Tradition stehenden Demokratien endlich die Gefahr eines neuen weltumspannenden, eben islamischen Faschismus erkennen, ergo dürften die USA und Israel, die an vorderster Front gegen diese Gefahr ihren präventiven Krieg führen, nicht allein bleiben, sondern verdienten Unterstützung, selbst wenn sie auf Atomwaffen zurückgreifen. Nichts sei daher für die westlichen Staaten wichtiger als einen amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran - die Speerspitze des ‚islamischen Faschismus’ - endlich gutzuheißen.
In seinem rechtzeitig für die aktuelle Kriegspropaganda erschienenen Bestseller ‚Hurra, wir kapitulieren. Von der Lust am Einknicken’ warnt Henryk Broder eindringlich vor der ‚Selbstaufgabe Europas vor moslemischen Horden’. Er malt das Gespenst von ‚1,5 Milliarden Moslems in aller Welt, die chronisch zu Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen’ an die Wand und plädiert mit der Suggestivfrage ‚Was wären die Folgeschäden eines iranischen Atomschlages?’ indirekt für einen präventiven Atomkrieg gegen den Iran.“
Broder beteiligt sich nach Ansicht Massarrats daran, „die westliche Welt“ aufzuhetzen, „den neuen globalen Kreuzzug nicht länger hinauszuschieben“ und „mit dem Kampfruf ‚Westen erwache’ im Mittleren und Nahen Osten die Initialzündung für einen Krieg gegen den ‚islamischen Feind’ auszulösen. Dem Herrn Broder, so Massarrat, der ebenso wie die Führung in Teheran „angesichts der nuklearen Erstschlagskapazitäten Israels“ das „Einmaleins der nuklearen Abschreckungslogik kennt“ und weiss, das ein iranischer Angriff Selbstvernichtung bedeuten würde, macht es „offenbar nichts aus, die Öffentlichkeit trotzdem zu täuschen.[3]
Broder, ein deutscher “Zwerg-Pipes”? Offenbar. Wir erinnern uns in dem Zusammenhang an die „schärfste Klinge aus der neokonservativen Waffenkammer“: Meyrav Wurmser, Direktorin des Zentrums für Nahost-Politik am Hudson Institut, Gründungsmitglied des Middle East Media Research Institute (MEMRI), das „laut des Londoner Guardian mit dem israelischen Geheimdienst zusammenarbeitet[4] und Medien und Politiker gezielt mit höchst ausgewählten Zitaten (und Fehlübersetzungen) aus extremen arabischen Publikationen versorgt. Ehemann David Wurmser ist Berater des Vizepräsidenten Cheney in Sachen Mittlerer Osten. Frau Wurmser, die sich am Hudson Institute den Schädel darüber zerbrach, wie das imperiale Heer nach dem Einmarsch in Saudi-Arabien die Ölanlagen übernehmen könne, „arbeitet“ selbstverständlich in Pipes islamophoben Middle East Forum mit. Das von Frau Wurmser mit dem israelischen Ex-Geheimdienstler, dem Oberst Yigal Carmon, gegründete Propagandainstrument MEMRI bastelte sich nun auch im April 2002 einen Ableger in Berlin, dessen Aufgabe darin bestand, neokonservative Lehre und Kampfansagen gegen den bösen Teil der Welt in die deutsche Medienlandschaft hineinzutröpfeln.
Wir erinnern uns ebenso an die jüngsten, international und im deutschen Blätterwald kolportierten Propagandalügen den Iran betreffend, die auf eben jenes MEMRI zurückzuführen sind: „Der Staat Israel soll dem Erdboden gleichgemacht werden! (Tageszeitung taz) ... Kriegserklärung gegen den jüdischen Staat - Irans Präsident fordert die Vernichtung Israels (Berliner Zeitung) ... Mit Empörung hat die internationale Gemeinschaft auf den Aufruf des neuen iranischen Präsidenten zur Vernichtung Israels reagiert ... Irans Präsident will den jüdischen Staat von der Landkarte tilgen (Die Welt) ... Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat zur Zerstörung Israels aufgerufen (Der Spiegel) - Irans neuer Staatschef: ‚Israel von Landkarte radieren!’ (Nachrichtenmagazin Focus) ... Iran schürt Nahost-Konflikt: ‚Israel zerstören!’ (Nachrichtensender N24) usw. usf. ....“[5]
Die zitierten Berliner Zeitung, Die Welt und der Nachrichtensender N24 gehören zur Axel-Springer-Gruppe, Deutschlands größter Zeitungsverlag „mit mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in 32 Ländern, 10 166 Mitarbeitern, einem Gesamtumsatz von 2 391,5 Mio. Euro. Axel Springer ist Deutschlands kreativster und profitabelster Großverlag und auch international eines der führenden Medienunternehmen“.[6] Und das ist kein Witz: Die Journalisten der Gruppe müssen eine Verlagsklausel unterschreiben, die festlegt, dass sie sich für die Entwicklung der Transatlantischen Verbindungen und für die Verteidigung des Staates Israel einsetzen. Soviel zum Thema Medienmonopol, Pressefreiheit in Deutschland und Selbstzensur der Bleistifte; eine “Journalisten-” Gattung also, die aus ganz besonderem Holz geschnitzt sein muß - wobei sich die eingangs erwähnte Assoziation Claqueur aufdrängt. Selbstredend wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel von Friede Springer, der Erbin des Meinungsmonopols, offen unterstützt.
„David’s Medienkritik“ – ein Januskopf?
Die psychologische Kriegsführung hat längst auch das Internet erobert. Gezielt werden zumeist unter Pseudonym arbeitende Blogger - Internetbenutzer, die ein Weblog, ein digitales Tagebuch, betreiben - zu Netzwerken zusammengeschlossen, über die dann gezielt Kritiker der US- und israelischen Politik „aufs Korn genommen“ respektive zionistisches, neokonservatives Gedankengut, billige Propaganda und Rhetorik oder eben auch nur Hass verbreitet werden.
Im Kommentarbereich der Online-Ausgabe jener genannten Die Welt tauchte am 14. Dezember 2005 der Vorschlag auf, einen gewissen Ray D. von David’s Medienkritik zum “Meinungsbildner des Jahres” zu erwählen, denn „wie kein anderer fördert er die Popularität deutscher Blogger, lanciert deren Kampagnen im Wall Street Journal, fühlt den deutschen Massenmedien auf den Zahn. Seinem wachsamen Auge entgeht nichts, und man kann sogar fast sagen, dass Der Spiegel und Der Stern ihre Artikel von Ray D. Korrektur lesen lassen - schon oft wurden deren Artikel umgeschrieben, nachdem sie bei David’s Medienkritik verrissen wurden“.[7]
Der das schrieb, hatte die Rollen von Ray D. und David Kaspar - ersterer ein US-amerikanischer Staatsbürger - die es den (deutschen) Medien im Internet besorgen möchten, gar nicht so arg übertrieben. Zuletzt feierten sich Ray D. und David Kaspar auf ihrer Webseite mit dem Eintrag „Stern Drops Hate-America Headline“. Kaspar hatte nämlich im Dezember 2006 einen Offenen Brief an die Chefredaktion und die Mitarbeiter von Stern.de, die Online-Ausgabe des Magazins, geschickt: „Ich schreibe Ihnen diesen Brief in tiefer Sorge über Ihre Serie mit dem Titel ‚Die Geschichte der USA’. Die Serie, die seit Jahren Bestandteil Ihrer Web-Site ist, enthält die folgende Titel-Schlagzeile: ‚Die Geschichte der USA. Noch nie hat eine Nation den Globus so dominiert wie die USA. Und dem Volk ist der Rest der Menschheit egal.’ Das ist nicht nur schlicht falsch … es ist außerdem eine Beleidigung, scheinheilig und zutiefst ignorant. Aus juristischer Sicht könnte es sogar die in Deutschland gültigen Gesetze zur Volksverhetzung verletzen … Wie kann eine Publikation wie Stern Online, mit ihren Millionen Lesern, es erlauben, dass mit einer so offensichtlich dummen und hasserfüllten Behauptung nun schon seit Jahren eine Serie über die amerikanische Geschichte eröffnet wird?“ Das Magazin kapitulierte tatsächlich, da es offenbar von der Lust am Einknicken vor den Internet-Amerikanern übermannt wurde und wandelte die Titel-Schlagzeile zu Beginn des Jahres 2007 um: „Die Geschichte der USA. Noch nie hat eine Nation den Globus so dominiert wie die USA. Die stern-Serie beschreibt die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika von der Kolonisation bis zur Gegenwart." (Quelle: http://medienkritik.typepad.com/blog/2007/01/victory_for_dmk.html)
David’s Medienkritik bedankte sich hinterher artig bei den Sekundanten, die diese Aktion unterstützt hatten, darunter das rechtspopulistische Blog Politically Incorrect, betrieben von Stefan Herre, einem gelernten Sportlehrer und Medienanalytiker aus Köln. Erschreckend die Dreistigkeit von David’s Medienkritik, dem Stern mit dem Zaunpfahl Volksverhetzung zu winken und gleichzeitig dem Engagement eines Typen wie Stefan Herre Lob zu preisen. In dessen Blog scheinen nämlich die Gesetze und Dinge des täglichen zwischenmenschlichen Bedarfs - Moral, Anstand, Toleranz - ausgehebelt. Qualis dominus, talis et servus? Oder: „Wie der Herr, so’s Gescherr?“
Hallo, ihr da auf dem Stern! Wer auf David’s Medienkritik nur einen Pfifferling gibt oder sich auf die Macher einlässt, ist selber schuld: „Medienkritiker“, die sich mit einem Stefan Herre abgeben, gehören zumindest artig ignoriert. Überzeugen Sie sich selbst.
Die braunen Teufel des Rechtspopulisten Stefan Herre
Was macht eine neofaschistische Ideologie pseudosemitischer Prägung aus? Ich wage eine Definition, die zwangsläufig im „Experimentierstadium“ haften bleiben muß:
Im Zentrum der neofaschistischen Ideologie pseudosemitischer Prägung steht die soziopsychopathische Paarung zwischen extremen Antiislamismus, traditionellen Antikommunismus, nahezu zwangsneurotischer und kritikloser Liebe zu amerikanischer und israelischer Gesellschaft und deren aktueller Politik, die der Rechtfertigung eines zügellosen (Meinungs-) Terrors gegen alle antipseudosemitischen Kräfte im In- und Ausland dient; schlichtweg gegen jeden Kritiker der gegenwärtigen israelischen und amerikanischen (Außen-) Politik und unabhängig von Parteizugehörigkeiten, Parteinahmen oder Affinitäten jener kritischen Personen für eine wie auch immer geartete politische Strömung. Selbstverständlich richtet sich der (Meinungs-) Terror, in unserem Fall in Deutschland, in erster Linie und beinahe ausnahmslos gegen Menschen, die aus dem arabischen, muslimischen Kulturkreis stammen oder abzustammen scheinen, eingebürgert sind oder die Einbürgerung anstreben oder eben auch gegen gesamte Völker oder ethnische Einheiten. Eine Verquickung mit rassistischen, sozialdarwinistischen, neomalthusianistischen und anderen pseudowissenschaftlichen Theorien ist stets gegeben.
Nirgendwo kann dieser trockene Versuch einer Definition besser auf Tauglichkeit hin untersucht werden als auf der Webseite Politically Incorrect jenes Stefan Herre, dem Organisator und Mitorganisator von Demonstrationen zur Bekundung von Sympathie für den US-Präsident George W. Bush, den Angriffskrieg gegen den Irak und den Kriegsaufmarsch vom 28. Januar 2007 in Berlin gegen den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad; ein Ereignis, das auch international Furore machte.
Rechtspopulist Stefan Herre in alter nationaldeutscher Tradition? Wenn das Moslemblut vom Messer tropft?
© Arbeiterfotografie Herres Welt ist einfach gestrickt: Eine schlechte Masche links, eine gute Masche rechts; so auch die Welt seiner neofaschistischen Mitstreiter pseudosemitischer Prägung. „So sind die USA, Israel, (der Autor des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel) Henryk M. Broder die Guten, während der Islam an sich, Linke und Bush-Kritiker die Bösen sind.“[8] Im Kasten weiter unten finden Sie eine winzige Präsentation der „ausgewählten Werke“ jener USA- und Israel-Freunde, die sehr wohl – im Gegensatz zur Präsentation des Stern - den Verdacht der Volksverhetzung aufkommen lassen. Offenbar blieben neben David’s Medienkritik auch die deutschen Behörden bislang untätig. Allein der Pressesprecher der Stadt Bonn, Herr Friedel Frechen, zeigte Zivilcourage und schrieb am 22. Januar 2007: „Herr Herre, finden Sie das rechtspopulistische Gesabbel in Ihrem Blog nicht selbst zum Kotzen?“
Hier nun der erschreckende Extrakt aus einer schier unendlich erscheinenden Fülle ähnlich gearteter Beiträge, die allein in diesem Jahr und innerhalb weniger Wochen auf Herres proisraelischer und proamerikanischer Webseite Politically Incorrect „veröffentlicht“ wurden. Man könnte Dutzende Zeitungsseiten damit füllen. Ich distanziere mich selbstverständlich von den Inhalten und Aussagen und bitte im Namen vieler deutscher Mitbürger, die diese mediale deutsche Wirklichkeit zutiefst verabscheuen, um Entschuldigung.
Zitate aus The best of Politically Incorrect - Stefan Herre: Islam ist eine freiwillige Geisteskrankheit +++ Islam ist ein sehr aggressiver Virus +++ Islam ist Körperverletzung +++ Der Islam wurde von einem Geisteskranken erfunden +++ Es ist also keineswegs überraschend, wenn die Identifikation mit den Gedanken eines Irren selbst krank macht +++ Nun, da wir wissen, dass unsere Kulturbereicherer meist mit einem Messer antreten, sind Schusswaffen das Mittel der Wahl +++ Natürlich machen die "Jungen Prinzen" auch davor nicht halt. Erst unverhüteten Verkehr mit einer "deutschen Schlampe". Wenn sie schwanger wird, abstechen um die "Familienehre" wieder herzustellen. Wie viel Erniedrigung und Niedertracht verträgt die Bevölkerung noch +++ Je weiter man wichtige Maßnahmen hinauszögert, umso näher rückt der Progrom +++ Schert euch doch zum Teufel mit eurem Buch und mit eurem Propheten! +++ Ganz normal, dass Moslems lügen sobald sie den Mund aufmachen +++ Eigentlich müssten wir boot-camps für dieses Pack einführen! Selbstverständlich ohne Musel-Kost und mit täglichem Lager-Gottesdienst! +++ Wir sollten die Jungen in ein Sensibilitäts-Training schicken. Dort werden sie dann jeden Tag von je 15 Jugendlichen mit Eisenstangen zusammengeschlagen, und wer es überlebt, darf in die Türkei ausreisen – straffrei +++ Die meisten Türken oder Araber sind wesentlich aggressiver und gewaltbereiter als wir Deutschen +++ Die barbarischen mohammedanischen Kulturbereicherer gehen oft straffrei aus, was sie zur nächsten Bluttat animiert +++ Einfach konsequent ausweisen, das Gesindel. +++ Wer sich als Deutscher oder als Christ einer morgenländischen Spitzbubenreligion anschließt, der ist für mich ganz schlicht ein Verräter an der eigenen Kultur und Identität +++ Wer wirklich von Neuen geboren ist, konvertiert nicht. Das wäre ja, als hätte ich gebadet und würde mich in der Scheiße wälzen +++ Islam ist ja bekanntlich die Religion der Analphabeten +++ Andererseits habe ich auch keine Lust das unsere Friedhöfe auch noch von toten Musels verseucht werden +++ Ich will nicht, dass wenn ich Blut spende mein Blut irgendwann einem Musel das Leben rettet und genauso wenig will ich, dass in meinen Adern Muselblut fließt +++ Abschaum wie die Arschhochbeter +++ Nichts kann einen Menschen dermaßen erniedrigen, dass er auf die Stufe eines Moslems absinkt +++ Du kannst getrost in Scheiße baden und dich von Gozilla vollpissen lassen - solange Du frei denken kannst - bist Du immer 1000 noch Entwicklungsstufen über denen +++ Moslems sind nachweislich nicht selber zu Kulturleistungen fähig +++ Nur der Islam konnte den religiös motivierten Attentäter hervor bringen +++ Auch die Neandertaler waren Moslems und sind es bis heute geblieben +++ Es ist ein wenig wie ein Teufelskreis, so wie die Cholibakterien oder mit den AIDS-Viren: Allein können sie nichts ausrichten, aber sie nutzen uns als Wirt +++ Warum strecken Muslime beim Beten den Hintern so lustig in die Höhe? - Weil Allah seit seiner Kindheit eine Analfixierung hat +++ Was dem Sex angeht, da denke ich geht es wohl weniger um Lust, sondern um das Kinder (Terroristen) zu machen. Und das hat mehr mit Decken und Brüten zu tun +++ Verbrecherkult Islam +++ Das Problem ist dass die Anhänger dieser Neandertaler mit Sprengstoffwesten dann in Europa auftauchen +++ Wahrscheinlich hat der pädophile Warlord zur Zeit seiner Eingebungen multiple Überdosen Kamelkot geraucht, das hat sich wahrscheinlich auch besser mit der Beschaffenheit seiner Hirnmasse vertragen +++ Was mich aber ärgert, ist, dass diese Clowns vor Gericht genau so gelten, wie ein Normalbürger +++ diese bärtigen Ziegenliebhaber +++ Die ständige islamische Gehirnwäsche vom frühesten Kindesalter an lässt einfach keine normale Entwicklung zu +++ Auf der anderen Seite bin ich sicher, die Schweizer Behörden werden nie und nimmer auf die Idee kommen es könnte am Islam liegen, das diese Kinder psychologisch krank sind +++ Sie beschmierten Teile der Kirche und Kultusgegenstände mit Exkrementen +++ Die wissen nicht, wozu Toiletten da sind +++ Schiebt bitte den ganzen Gazastreifen mitsamt den dort lebenden Islamofaschisten endlich ins Mittelmeer +++ Dieses primitive vorzivile Terroristenpack ist wirklich abstoßend. Man kann Israel nur empfehlen, mit harter Konsequenz gegen dieses Pack vorzugehen. Shalom +++
Da drängt sich nach der Lektüre nur eine Assoziation auf: Was den deutschen Nazis in den 30er Jahren Schlagstock, Stiefel und Revolver waren, sind den modernen Neonazis pseudosemitischer Prägung heutigentags Computer, Tastatur und Blog.
Ray D. mischt mit 20 Leuten das deutsche Fernsehen auf
Die Liason zwischen Ray D. von David’s Medienkritik und dem Rechtspopulisten Stefan Herre ist längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen. (Link: Mehr über Ray D. aka Ray Drake von Davids Medienkritik)
„Ray, der einen immensen Aufwand betrieb (kostenmäßig wie auch organisatorisch) und dafür bis ans Ende aller Tage mein Idol in Sachen Glauben an eine Sache bleiben wird, schlief aus Mangel an Betten auf dem Fußboden. Es war unmöglich, ihn zu überreden im Bett zu schlafen. Ich glaube ich habe nie einen großzügigeren Menschen als ihn kennen gelernt. Vielleicht kenne ich zu wenige Amerikaner.“[9]
Ein Schweizer war es, der diese Lobeshymne sang. Ray D. hatte ihm etwas Geld spendierte, so dass er im Februar 2005 nach Mainz fahren konnte, um dort im Rahmen einer Pro-Bush-Demonstration die Bewohner des Städtchens mit seinem Glauben, den er auf einem Schildchen mit der sinnigen Aufschrift „Peace Trough Superior Airpower“ vor sich trug, beeindrucken zu können.
Mickrige zwanzig Personen, “Schüler oder Studenten aus der ganzen Republik”, die sich “im Internet gefunden” haben und “Blogger nennen” und ein “Online-Tagebuch führen, mit dem sie gegen Anti-Amerikanismus etwas unternehmen”, hampelten nun am 24. Februar 2005 mit Stars and Stripes in Mainz herum (auf dem Foto in der Mitte mit Basecape Stefan Herre, rechts dahinter mit schwarzer Jacke Ray Drake). Vom Bundesgrenzschutz bewacht, vom US-amerikanischen Reporter John Goetz, der das Spektakel für den Westdeutschen Rundfunk filmte, begleitet, wollte die merkwürdige Truppe den damals 77 Prozent aller deutschen Bürger, die Bush so gar nicht vertrauten, klarmachen, dass der doch „irgendwie sympathisch wirkt, und offen und fair“ ist, dass er etwas „gegen die Abtreibung und gegen die gleichgeschlechtliche Ehe“ tut und „für konservative Werte eintritt“. Unter den Strategen zwei „waschechte Amerikaner“, einer davon selbstverständlich „Medienkritiker“ Ray D., der, glaubt man dem oben zitierten Schweizer, die Schose offenbar finanziell ins Rollen gebracht hatte.
Sein „Mitstreiter“ Stefan Herre, Wortführer des Events, röhrte damals durchs Megaphon: „Also, wir sind hier, weil wir Bush unterstützen wollen und wir sind alle Sympathisanten des amerikanischen Volkes. Und ja, deswegen sind wir hier. OK? Deutsch-amerikanische Freundschaft.“ Dass Herre bei den Deutschen so gar keinen Stein im Brett hat, gab er gegenüber dem Reporter zu: „Also dumm ist fast noch so das Netteste, was einem gesagt wird. Also natürlich schon immer das Schlagwort Faschismus, die Faschismus-Keule, obwohl wir gar nichts damit zu tun haben.“ Stimmt, jedenfalls nicht mit dem Faschismus, der in der Tradition eines Adolf Hitler steht.
Auch „gegen die Gehirnwäsche der Medien, wie sie es sehen“, wollten sie an dem Tag Druck machen. Ray Drake, der „waschechte“ Amerikaner, liess sich nicht lumpen und schrie einen Gegendemonstranten ins Gesicht: „Ja, als der Saddam Hunderttausende umgebracht hatte, ist keiner von euch auf die Strasse gegangen. Ja, das ist die Heuchlerei pur. Das ist Heuchlerei pur.“ Dem guten Amerikaner war offenbar entfallen, dass es seine Landsleute waren, die damals dem irakischen Staatschef die Chemikalien lieferten, mit denen er anschließend Hunderttausende vergaste[10]. Soviel zum Thema Medienkritik, Heuchelei und Gehirnwäsche.[11]
Nach dem Event feierten sie sich; die vom US-Reporter Goetz gefilmte „Kleinstkunstveranstaltung“ fand, im Gegensatz zu Kaninchenzüchterveranstaltungen, die von Tausenden besucht werden, ein „gewaltiges Medienecho“ im deutschen Fernsehen. „Habe einiges auf Videotape aufgenommen, u. a. Beiträge von ARD (Sondersendung, Monitor usw.), ZDF, HR3 und Phoenix“, jubelte einer der Mitläufer.[12]
Teil I - Giftmord-Anstifter “Bibi” will die Welt retten
Teil II - Der Fälscher “Bibi”, Cheneys Drückerkolonne und MEMRI
Teil IV - Die Deutschland-Connection: Der Kaiser vom Nockherberg und seine Gang - Folge 2
QUELLEN:
[1] Elsässer, Jürgen: Wie der Dschihad nach Europa kam, NP Buchverlag, 2005, S. 207-209 [2] Thomas Pany: Neue Aufgabe für den "führenden Islamophobiker", 10.04.2003 [3] Mohssen Massarrat: Die Kreuzfahrer sind voller Ungeduld, 12.01.2007; http://www.freitag.de [4] Avnery, Uri: Amerika kontrolliert die Welt, wir Juden kontrollieren Amerika, 9.4.2003; [5] Malte Olschewski: Das Lügennetz über dem Iran, 22.1.2007; [6] http://www.axelspringer.de/ [7] http://weblogs.welt.de/blog.php/apocalypso/kritik_der_kritischen_kritik [8] http://www.mein-parteibuch.de/wiki/?title=Stefan_Herre&oldid=3710 [9] http://mygreg.net/2005/02/ [10] Ray D. von Davids Medienkritik schrieb mir am 1. März 2007 02:20: “Dem guten Amerikaner war offenbar entfallen, dass es seine Landsleute waren, die damals dem irakischen Staatschef die Chemikalien lieferten, mit denen er anschließend Hunderttausende vergaste. Soviel zum Thema Medienkritik, Heuchelei und Gehirnwäsche.“ Wirklich? Beweise? Wer von uns betreibt hier Propaganda? MfG, Ray Jürgen Cain Külbel antwortete am 1. März 2007 06:40: Nur in der Eile zusammengestellt. Danke, darf ich Ihre Anregung als Inspiration für einen Artikel nehmen? Alan Friedmann enthüllte bereits 1993 in The secret history of how the White House illegaly armed Iraq (Bantam Books), dass Präsident Bush sen. an der Inszenierung des Krieges des Irak gegen den Iran beteiligt gewesen war. Brisantestes Detail, das im Prozess gegen Saddam hätte zur Sprache kommen können, war, dass das Giftgas, welches er gegen Teheran einsetzte, aus den USA stammte. Lieferant war die Firma American La Farge, deren Haupteigentümer der Präsident selbst war. http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2838 “As a sizeable stockholder of a unit of a French firm, American LaFarge, the Elder Bush was implicated in reportedly supplying the ingredients for poison gas to be manufactured by Iraq, to be used against Iraq's domestic dissidents, namely, the Kurds, as well as against the Iranians, during the Iran-Iraq War, 1980 to 1988. A Director of American LaFarge, naturally, was Hillary Rodham Clinton, wife of the Bush Family pal.” http://www.skolnicksreport.com/ootar.html ... dann noch die Geschichte mit dem Holl¦nder Frans van Anraat... ... oder Galloway, der vor einem US-Ausschuss angab, die USA h¦tten Waffen und Giftgas an Saddam geliefert. Der Ausschuss hat das nicht bestritten(lief auf CNN) Deutsche Firmen lieferten selbstverständlich in besonderem Maße und auch das Know How für den Bau von Produktionsanlagen; Gas hat ja in diesem Land eine Tradition. http://www.zmag.de/artikel.php?id=263 oder mal biologisch: “Die Anthraxkulturen zum Beginn seiner Produktion biologischer Waffen soll Saddam Hussein hingegen über eine Mail-Order-Firma in den USA erhalten haben, die die Ware dann über Nacht ausgeliefert hat.” (Telepolis u.a.) Gruß Jürgen [11] Monitor WDR, Bush-Anhänger: die unterdrückte Minderheit, 24.02.2005; Das vollständige Manuskript des Monitor-Beitrags ist abrufbar unter: http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=667&sid=125 [12] http://mygreg.net/2005/02/25/ein_kleiner_schritt_teil_eins/
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