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GERMAN MEDIA QUATSCH
Betreff: Israel weiter in Kriegslaune Datum: Sun, 4 Jun 2006 20:08:34 +0200 (CEST) Von: GERMAN MEDIA WATCH <nicht_mit_uns@yahoo.de> An: redaktion@jungewelt.de CC: redaktionsleitung@nicht-mit-uns.com
An die Redaktionsleitung in Weiterleitung an Herrn Külbel,
Soso, Israel ist also ein Kriegstreiber! Mit dem Artikel „Israel weiter in Kriegslaune“ (http://www.jungewelt.de/2006/06-02/061.php ) haben Sie sich - um es in dem zur Zeit überall vorherrschenden Fußball-Jargon zu sagen - nach unzähligen gelben Karten die rote verdient. Der Libanon wird grundlos angegriffen, da ja der Premierminister Ehud Olmert meinte, „gegen die Drahtzieher des Katjuschabeschusses, seiner Meinung nach Palästinenser und Hisbollah“ vorgehen zu müssen. Wo denken Sie, kamen die Katjuschas eigentlich sonst her? Hase, Wolf und Igel werden sie sicher nicht abgeschossen haben. Warum nennen Sie nicht die wahren Schuldigen; diejenigen, die Israel zuerst angegriffen haben? Dann müsste nämlich Ihre Headline „Der Libanon wieder in Kriegslaune“ lauten, denn „Am frühen Sonntagmorgen (28.5.06, 4:30 Uhr) sind mehrere Katjuscha-Raketen von libanesischem Staatsgebiet auf Israel abgeschossen worden. Die Raketen schlugen etwa 8 km von der Grenze entfernt in der israelischen Armeebasis „Har Meron“ ein. Dabei wurde ein Soldat verletzt. Es entstand Sachschaden. Der Verletzte wurde zur Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Die israelische Armee reagierte mit einem Luftangriff auf zwei Kommandozentralen terroristischer Organisationen im Libanon. Eine davon wurde als Waffen- und Munitionslager genutzt. Am Nachmittag startete die Terrororganisation Hisbollah einen groß angelegten Angriff auf israelische Orte und Armee-Stützpunkte entlang der libanesischen Grenze. Die Hisbollah benutzte Heckenschützen, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren, und schoss Katjuscha-Raketen und Granaten auf Ziele in Israel. Die Bevölkerung suchte in Bunkern Schutz. Bei diesem Angriff wurde ein Soldat im Kibbuz Manara lebensgefährlich verletzt. In Reaktion auf diesen schweren Angriff erwiderte die israelische Armee das Feuer auf weitere Stützpunkte der Hisbollah entlang der Grenze aus der Luft und mit Artillerie. (Quelle: Botschaft des Staates Israel in Deutschland)“ Wir wollen und können nicht auf jede Unwahrheit in diesem Artikel eingehen; aber der letzte Absatz bedarf einer besonderen Erwähnung. Sie schreiben [Zitat]: „Israels UN-Botschafter Dan Gillerman verstieg sich auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York am Mittwoch dazu, Iran und Syrien als Teil einer »Achse des Terrors« zu bezeichnen. ...“ [Zitatende]. Das Wort „verstieg“ ist hier absolut fehl am Platze. Iran und Syrien */sind/* Teil einer »Achse des Terrors«! Warum verharmlosen Sie die Umtriebe der genannten Staaten? Machen Sie endlich die Augen auf! Nach sehr intensiver Beobachtung Ihres Blattes verfestigt sich bei uns immer mehr der Eindruck, dass es Ihnen am Liebsten wäre, wenn über dem Gebiet des jetzigen Israel der Name „Palästina“ stünde. Es gibt Zeitungen, die sollte man wegen verleumderischer Umtriebe und Volksverhetzung anzeugen. Ihre gehört dazu! Voller Unverständnis,
Markus Vallen & Kerstin Heimbold German Media Watch Redaktionsleitung
Antwort:
Sehr geehrte Watcher, sind Sie so etwas wie Luc Skywalker?
Sie haben Recht, da stand mal Palästina auf der Karte, ehe gewaltsame Eroberung und Genozid ihren Lauf nahmen und sich ein Staat mit Gewalt und auf Blut begründete.
Sie fragen: "Wo denken Sie, kamen die Katjuschas eigentlich sonst her? Hase, Wolf und Igel werden sie sicher nicht abgeschossen haben." Vielleicht haben die Israelis sie aus Provokation selbst abgefeuert; warum denn nicht? Die ballern doch immer mal in anderen Ländern herum und vorzugsweise vorbeugend Menschen ab. Zudem haben sowohl Hisbollah als auch andere Milizen eine Verantwortung für den Katjuschaangriff abgelehnt, obwohl sie ansonsten jeden Erfolg feiern.
Warum soll ich mich ausgerechnet als einzige Quelle - so wie Sie - auf Verlautbarungen der Israelischen Botschaft verlassen? Schreiben die dort vor, was wir zu schreiben haben oder haben die etwa die einzige gültige Wahrheit mit Löffeln gefressen? Zudem plappern Sie auch nur das dumme Zeug nach, was Kriegsverbecher im Amt vorgeben: Achse des Bösen, Terrorstaaten. Da werde ich Ihnen nicht folgen.
Sehen Sie, ich bin weder käuflich noch arbeite ich für irgendwelche Auftraggeber. Und für Ihre Fehlinterpretationen übernehme ich natürlich gern die Verantwortung. Genügt Ihnen das?
Ach, ehe ich es vergesse, welche Konsequenzen drohen Sie mir im Falle meines vorsätzlichen und baldigen Rückfalles an? Maulkorb, Einzelhaft, Folter, Eliminierung? Ich wüßte gern Bescheid, um präpariert zu sein.
Weiterhin gutes Watchen. Jürgen Cain Külbel
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