[Iran]

Am Donnerstag, den 19. Juli 2007 empfing Professor Hemmati, Kulturrat der Islamischen Republik Iran, den Journalisten Jürgen Cain Külbel, Autor des Buches "Mordakte Hariri", zu einem Gespräch in seinem Büro.

2007_07_19_Prof. Hemmati_swWährend der Konversation mit dem Kulturrat sprach Herr Külbel über seine Motivation, ein Buch wie die “Mordakte Hariri” zu veröffentlichen. Das Werk erschien in deutscher Sprache und sorgte weltweit, besonders in der arabischen Übersetzung, für Aufsehen. Momentan arbeitet er an seinem zweiten Buch über die Mordsache Hariri. Kurz nachdem die “Mordakte Hariri” veröffentlicht war, erhielt er von vielen Seiten Morddrohungen; selbst einige ausländische Regierungschefs hatten sich über sein Buch aufgeregt und eine Kampagne gegen diesen mutigen deutschen Journalisten gestartet.

„Meine Familie und ich haben eine sehr schwierige Zeit erlebt, Mitarbeiter der deutschen Medien haben mich angegriffen, und als dann ein Autor des Magazins Spiegel diesen Fall aufgriff, sollte ich sozusagen fertiggemacht werden. ”

Herr Külbel hatte im Januar 2007 einen vierteiligen Artikel über die deutschen Medien geschrieben. Anlass war die prozionistische Demonstration für einen Irankrieg in Berlin.

„Von Presse- und Meinungsfreiheit kann hier in Deutschland überhaupt nicht die Rede sein. Wenn Sie sich verdeutlichen, in wessen Hand sich die grössten Medien des Landes befinden, wird vieles schon klar. Der Springerverlag z. B. hat eine Klausel in den Verträgen, die jeden dort arbeitenden Journalisten verpflichtet, proisraelisch und proamerikanisch zu schreiben. Israelkritische Journalisten haben keine Überlebenschance in Deutschland. Die Demokratie ist eine süsse Erfindung der Griechen gewesen, aber davon ist weltweit nichts zu sehen, vor allem nicht in Deutschland,“ stellte Herr Külbel kritisch fest.

Die Frage von Professor Hemmati, ob Herr Külbel gern einmal in den Iran reisen würde, um sich dort mit Berufskollegen auszutauschen, stiess bei ihm auf Interesse.

„Sehr gern würde ich dieses Angebot wahrnehmen. Und wenn es zu einer Reise kommen sollte, so würde ich meine Erlebnisse in Reportagen verarbeiten, um zu helfen, das Zerrbild von Ihrem Land zu zerschlagen.“

Herr Külbel schrieb bis April 2007 für die syrische Zeitung Al-Watan; seine Artikel erscheinen mittlerweile in verschiedenen arabischen Medien.

Er betreibt eine Internetseite in Deutsch, Englisch und Arabisch: http://www.cainkuelbel.de/

 

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