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ISRAELS LANGER WEG IN DEN JULI-KRIEG
Erster Teil AL WATAN, 2. April 2007
In fast allen Medien der westlichen Welt wurde der israelische Krieg, der gegen den Libanon geführt wurde, als eine Reaktion auf die Gefangennahme von zwei Soldaten dargestellt, obwohl er die Frucht einer langen Vorbereitung war, die ihre Wurzeln im Kern des neokonservativen Projektes für den Nahen Osten hat. In einem langen Artikel, von dem wir heute den zweiten Teil veröffentlichen, beschreibt Jürgen Cain Külbel, die Übereinkünfte zwischen Washington und Tel-Aviv, die zur Agression im Libanon geführt haben.
Kriege vom Zaun brechende Staaten sind, und das beweist die Geschichte, immer bestrebt gewesen, die Menschen über Anlass und Gründe ihrer Angriffshandlungen hinweg zu täuschen. Beispiele sind der von den deutschen Faschisten vorgetäuschte Angriff auf den Sender Gleiwitz, der zum Überfall auf Polen, damit zum Beginn des Zweiten Weltkrieges führte, oder der Vorfall in der Bucht von Tonking, den die Amerikaner einst zum Anlass nahmen, um in Vietnam einzumarschieren oder eben auch die gefälschten Beweise in Sachen Massenvernichtungswaffen eines Saddam Hussein, die der öl- und blutbeschmierten US-Administration die Gründe lieferten, das Erdölland Irak zu filettieren.
Ehud Olmerts spätes Geständnis
Israels Premierminister Ehud Olmert adelt wie kein anderer Politiker zuvor das Wirken so genannter “Verschwörungstheoretiker“, die, will man US-Präsident George Bush überhaupt noch Glauben schenken, mit ihren „frevelhaften Verschwörungstheorien … nur von den wahren Schuldigen ablenken“. Doch gerade jene Spezies von Freigeistern, die sich großenteils aus Journalisten und Reportern rekrutiert, sich „der freiwilligen Gleichschaltung des Medien-Mainstreams entzieht und jenseits aller Zensur und Denkverbote einen freien Austausch von Information gewährleistet“, ist es, die in ihrem „Exil … ihrem Handwerk noch so nachgeht, wie es von den Medien als funktionierender vierter Gewalt demokratischer Systeme eigentlich flächendeckend zu erwarten gewesen wäre.“
Den ersten Ritterschlag führte Olmert im Dezember 2006, als er Israel in den Kreis der Atommächte einreihte; ein Umstand, den „Verschwörungstheoretiker“ längst beschrieben und nie angezweifelt haben. Der Premier hatte im deutschen Fernsehen vor laufender Kamera indirekt zugegeben, dass sein Land im Besitz von Atomwaffen sei. Zum zweiten Ritterschlag holte der Premier nun am 1. Februar 2007 vor der Winograd-Kommission, die den Libanon-Krieg untersucht, aus. Olmert knickte vor dem Gremium ein und gestand, dass die israelische Armee bereits im März 2006 eine „groß angelegte Operation im Libanon“ ins Auge gefasst hatte, falls israelische Soldaten entführt werden sollten. Entsprechende Pläne lagen längst in den Schubläden.
Am Donnerstag, den 8. März 2007 vermeldete der Nachrichtensprecher des Hisbollah-Senders Al Manar, Israels „Premierminister Ehud Olmert hat zugegeben, dass die Entscheidung, den Juli-Krieg zu eröffnen, vier Monate vor der Operation gefallen ist, bei der die beiden israelischen Soldaten entführt wurden“. Schon während des gesamten Krieges und danach hatte Scheich Hassan Nasrallah, Chef der schiitischen Hisbollah, beteuert, „Israel habe den Krieg vorher schon geplant. Es habe die Entführung von Ehud Goldwasser und Eldad Regev ‚ausgebeutet’, um in den Krieg zu ziehen.“
Nun ist also die Frage geklärt, wer gelogen hat. Allerdings sind Olmerts Einlassungen nur die halbe Wahrheit, denn die USA waren ebenso in die Kriegs-Planungen verwickelt. Ein anderes indirektes Geständnis, nämlich das von Dr. Meyrav Wurmser, Gattin von Cheneys Nahostberater David Wurmser und Direktorin des Center for Middle East Policy am Washingtoner Think Tank Hudson Institute, brachte auch da Licht ins Dunkel: „Die Hisbollah hat Israel im Krieg geschlagen. Es war der erste Krieg, den Israel verlor… Aber es gibt Verärgerung über die Tatsache, dass Israel nicht gegen die Syrer kämpfte. Ein Großteil der amerikanischen Administration glaubt, das Israel anstelle des Kampfes gegen die Hisbollah gegen den wahren Gegner, der Syrien ist und nicht die Hisbollah, hätte kämpfen müssen. Man hoffte, Israel würde es tun.“ Auch solcherart Bedürfnisbefriedigung bedarf groß angelegter militärischer Planungen, die selbstverständlich nicht binnen weniger Stunden in einem israelischen Generalstab ausgeheckt werden können.
Der jüngste israelische Part in der globalen Brandschatzung, mit der die „demokratische Internationale“ unseren Globus verstärkter denn je heimsucht - seit Bush junior und seine Kohorten an der Macht sind -, ist auf ein Konglomerat von Ursachen zurückzuführen: Israel ist seit Jahren bestrebt - gemeinsam mit den USA - den Arabischen Osten zu "balkanisieren", um sich so die Hegemonie über die den Judenstaat vorgeblich „bedrohenden“ arabischen Nachbarländer zu sichern. Der Schutz seiner Grenzen, insbesondere der nördlichen, die endgültige Eliminierung der schiitischen Hisbollah-Miliz, die jene Grenze auf libanesischer Seite bewacht, sind nur wenige der zu lösenden „Aufgaben“, die sich der Staat Israel gestellt hatte. Die synthetische „Zedernrevolution“ im Libanon brachte für Israel keinen Zugewinn; die Beiruter Regierung war schwach und nicht in der Lage, die Bedürfnisse der US-Administration und der Regierung in Tel Aviv zu befriedigen: nämlich die vollständige Entwaffnung der Miliz zu realisieren. Im Gegenteil, Israel fand sich kurz vor Kriegsausbruch wie ein angeschlagener und ausgezählter Boxer am Ringboden wieder, weil zu dem Zeitpunkt Beweise vorlagen, daß der Auslandsgeheimdienst des Judenstaates nunmehr selbst in tödliche Bombenanschläge auf palästinensische und Offizielle der Hisbollah verwickelt ist, und weil es mehr als nur Indizien dafür gab, das nicht Syrien, sondern Israel Drahtzieher für das blutige Attentat auf den ehemaligen libanesischen Premier Rafik Hariri gewesen sein könnte.
Obwohl der von Seiten Israels längst geplante Krieg aus dieser Zwangssituation heraus explodierte, am Ende für den Aggressor zum politischen Debakel geriet, hat er zumindest eins schon mal verdeutlicht: Der mit überbordender Militärmaschinerie geführte Krieg gegen Libanon signalisierte, dass die Schlachten des 21. Jahrhunderts offenbar auf völlig enthemmte und beispiellos verbrecherische Art und Weise geführt werden; nämlich mit Terror, der sich gegen die Zivilbevölkerung, lebenswichtige zivile Infrastruktur-Anlagen richtet, um eine Population zu quälen und auszutrocknen. Weder die „demokratische Internationale“ noch die UNO erhoben ernsthafte Einsprüche gegen die Kollektivbestrafung der Libanesen und die unzähligen Bombenangriffe auf Produktionsstätten, wie Lebensmittelwerke, Milch produzierende Einrichtungen, Schulen, Krankenhäuser, Ambulanzen, Flüchtlingskonvois, Auto- und Motorradfahrer, dicht besiedelte Wohnviertel sowie auf fast alle Straßen und Brücken des Landes. Ganz im Gegenteil, die für die Verschleppung der Waffenruhe verantwortlichen Spitzenpolitiker aus den USA und der EU, darunter auch die deutsche Kanzlerin Angelika Merkel, lobten den Aggressor Israel sogar indirekt, indem sie den menschenverachtenden Einsatz von international geächteten Phosphorgranaten, Streu- und offenbar auch Uranmunition mit keinem einzigen Wort erwähnten oder gar sich zu verurteilen getrauten.
Israelische Kommandoaktion
Nachdem Israels Verteidigungsminister Amir Peretz am 12. Juli 2006 den Schlachtruf erhoben hatte, seine Luftwaffe soll „die Lokalitäten der Hisbollah und die zivile Infrastruktur des Libanon zerstören“, blieb Libanons Premier Fouad Siniora wenige Tage später nur noch die bitte Erkenntnis, dass nicht die Hisbollah, dafür aber „sein Land in Stücke geschlagen“ worden war. Die Regierung in Tel Aviv hatte die Entführung der Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev durch die schiitische Hisbollah-Miliz am frühen Morgen des 12. Juli zum Anlass genommen, einen verheerenden und menschenverachtenden Krieg vom Zaun zu brechen. Was war geschehen? An jenem Mittwoch, exakt um 9.05 Uhr, gab die Widerstandsorganisation im TV-Sender Al Manar bekannt, „ihre Soldaten haben eine israelische Patrouille nahe der Grenze angegriffen und zwei Soldaten gefangen genommen“. Hassan Sayyed Nasrallah, Chef der Miliz, sagte “die Hisbollah habe die Operation beinahe fünf Monate geplant“. Wie Philip Abi Akl im konservativen libanesischen Daily Star hervor hob, wollte die Miliz “durch die Gefangennahme ein Versprechen gegenüber dem libanesischen Volk erfüllen“. „Das wird helfen,“ so der Autor, im Austausch „libanesische Gefangene frei zu bekommen“.[1] Dr. Mazin Qumsiyeh, Ex-Dozent an der Duke und Yale Universität, Verfasser des Buches „Das Land von Kanaan miteinander teilen“ präzisierte: „Die Hisbollah ist eine landeseigene libanesische Widerstands-Streitmacht, die nach der israelischen Invasion des Libanon gegründet wurde. Für diejenigen mit einem kurzen Gedächtnis: Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Zehntausende von Libanesen und Palästinensern (letztere Flüchtlinge von 1948) von den israelischen Besatzungstruppen allein 1982 im Libanon umgebracht wurden. Die Hisbollah erntete große Beliebtheit und Unterstützung in allen Teilen der libanesischen Gesellschaft (inklusive der christlichen Bevölkerung) für ihren Erfolg, die brutale israelische Besatzungsmaschine aus dem größten Teil des Libanon vertrieben zu haben. Natürlich besetzt Israel nach wie vor illegal Gaza, die Westbank (inklusive Ost-Jerusalem), die Sheba-Farmen und den Golan. Ebenso sperrt sich Israel immer noch gegen internationales Recht, indem es palästinensischen Flüchtlingen verbietet, zu ihren Häusern und Ländereien zurückzukehren. Wichtiger noch: Die israelische Armee hält noch immer viele Libanesen und fast 10.000 palästinensische politische Gefangene fest. Die Geschichte der Entführungen von Libanesen und Palästinensern ist ziemlich lang. Diese Gefangenen werden zudem routinemäßig gefoltert.“[2]
Die Hisbollah selbst machte keinerlei Angaben über den Ort der Festnahme. AFP berichtete am Tage der Entführung: „Nach Angaben der libanesischen Polizei wurden die zwei israelischen Soldaten auf libanesischem Territorium gefangen genommen, im Gebiet von Aïta Al-Chaab, nahe der Grenze zu Israel, wohin eine israelische Einheit am frühen Morgen durchgedrungen war.“ Das französische Réseau Voltaire wusste, „Tsahal (die israelische Armee) habe vorsätzlich ein Kommando in das libanesische Hinterland bei Aïta Al Chaab geschickt. Dort wurde es von der Hisbollah angegriffen. Israel hat (hernach) vortäuscht, dass es überfallen wurde und griff den Libanon an“. Die italienische La Reppublica zitierte Quellen innerhalb der Hisbollah, dass die Gefangennahme in der Zone von Aïta Al Chaab“ vor sich ging, „nicht weit entfernt von der Ortschaft Zarit“, also im Libanon.
Die Franzosen rügten zudem, dass „auf Antrag von Oberst Sima Vaknin-Gil, Chef der israelischen Militärzensur, die westliche Presse akzeptierte, eine abgestumpfte Version … der Ereignisse“ anzunehmen. Auf Befehl der Militärzensur hatten Presseagenturen und Medien der in Israel akkreditierten Journalisten darauf verzichtet, ihre Leser über den Ort zu informieren, wo die israelischen Soldaten zu Gefangenen gemacht wurden. Der für Réseau Voltaire arbeitenden Schweizer Journalistin Silvia Cattori wurde in Israel die Akkreditierung entzogen, weil sie sich der Vorgabe entzog.[3]
Nach Ansicht des israelischen Premiers Ehud Olmert wurden die Soldaten jedoch auf israelischem Territorium gekidnapt. „Die Ereignisse an diesem Morgen sind keine Terrorattacke, sondern die Aktion eines souveränen Staates, der Israel ohne Grund angegriffen hat. Libanon wird den Preis dafür zahlen,” schimpfte er im Beisein von Japans Premier Junichiro Koizumi auf einer Pressekonferenz und kündigte „sehr schmerzvolle und weit reichende“ Gegenschläge an. Sein Verteidigungsminister Amir Peretz und der israelische Geheimdienst hatten offenbar für den Zweck längst alle Vorbereitungen getroffen. Als die Hisbollah am 12. Juli die zwei Soldaten entführte, fielen Israels Streitkräfte tatsächlich zeitgleich in den Libanon ein; und die schnelle Mobilisierung der Truppen und die Ausweitung der Operationen sind eindeutige Belege dafür, dass Israel schon vor den Entführungen einen umfangreichen Plan in der Schublade hatte: Nicht nur die zielgerichteten Bombardierungen beweisen, wie detailliert der Auslandsgeheimdienst des Judenstaates samt seinen Kollaborateuren den gebeutelten Libanon zuvor ausgekundschaftet hatten; die Israelis besaßen genaue Zieldaten von jedem Restaurant, jeder Seifenfabrik, jeder Schule. Peretz wusste, dass er sein Versprechen, den „Libanon 50 Jahre zurück zu bomben“, sozusagen mit links einlösen werde.[4]
Sandkastenkrieg gegen Libanon
“Von allen Kriegen, die Israel seit 1948 führte, ist der (gegen Libanon) der einzige, auf den es am besten vorbereitet war,” gab Gerald Steinberg, Professor für Politik an der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan, wenige Tage nach Kriegsausbruch zu. Der Akademiker, der für Israels Außenministerium und Nationalen Sicherheitsrat arbeitet, tönte: „In gewissem Sinne begann die Vorbereitung im Mai 2000, gleich nachdem sich die Israelis (aus Libanon) zurück gezogen hatten. Im Jahr 2004 war die auf eine Länge von drei Wochen angelegte militärische Kampagne, die wir jetzt sehen, bereits entworfen, und in den letzten ein oder zwei Jahren wurde sie simuliert und im Sandkasten geprobt.[5]“
Matthew Kalman bestätigte das am 21. Juli 2006 in der Gazette San Francisco Chronicles: “Vor über einem Jahr begann ein höherer israelischer Armeeoffizier, US- und anderen Diplomaten, Journalisten und Think Tanks nicht für die Öffentlichkeit bestimmte PowerPoint-Vorführungen zu präsentieren, die den Plan für die jetzige Operation in aufschlussreichen Details inszenierten.“ Die Identität des Mannes, so Kalman, wurde geheim gehalten. Der Militär präsentierte Planungen für eine „dreiwöchige Kampagne“ gegen Libanon: „Die erste Woche konzentriere sich auf die Zerstörung der schweren und weit reichenden Raketen der Hisbollah, des Zerbombens der Kommando- und Kontroll-Center und die Durchtrennung der Transport- und Kommunikationsarterien. In der zweiten Woche wende sich der Fokus auf Angriffe gegen einzelne Lokalitäten mit Abschussrampen für Raketen oder Waffenlager. In der dritten Woche würden Bodentruppen in großer Zahl eingeführt … um Ziele auszuschalten, die während der Erkundungsmissionen entdeckt werden ... Es gab … keinen Plan, den Südlibanon erneut längerfristig zu besetzen.“ Moshe Marzuk, israelischer Ex-Militärgeheimdienstler, jetzt Forscher am Institut für Counter-Terrorismus in Herzliya, kommentierte, “Israel habe aus den vergangenen Konflikten in Libanon, der West Bank und in Gaza Gaza gelernt, ebenso wie aus den Erfahrungen der USA in Afghanistan und im Irak, dass eine traditionelle Militärkampagne ineffektiv sein würde“. Das Begehren nach einem wie auch immer gearteten Angriff gibt es allerdings seit einem Jahrzehnt.[6]
Clean Break – Kriegserklärung an den Arabischen Osten
Der Ex-Agent des US-Geheimdienstes NSA Wayne Madsen schrieb am 22. Juli 2006, „die Invasion wurde am 17. und 18. Juni 2006 in Beaver Creek, Colorado, zwischen Israels ehemaligem Premier Benjamin Netanjahu, dem Knesset-Mitglied Nathan Sharansky und US-Vizepräsident Dick Cheney während einer Konferenz des (neokonservativen) American Enterprise Institute abgesprochen“. Cheney „habe grünes Licht gegeben. Netanjahu flog zurück nach Israel und nahm an einem Meeting der ‘Ex-Premierminister’ teil, wo er die Unterstützung der Bush-Administration” signalisierte.[7]
Die von Madsen beschriebene Begegnung zwischen Cheney und Netanjahu ist nicht ohne Brisanz. Im Jahre 1996 hatte die so genannte Study Group on a New Israeli Strategy Toward 2000, eine Gruppe von amerikanischen Neokonservativen des privaten Think Tank The Institute for Advanced Strategy and Political Studies das berüchtigte Planungsdokument „A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm“ für Israels damaligen Premier Netanjahu erarbeitet.[8] In dem martialischen Brandbrief drängten die neokonservativen Strategen, Israel solle das Oslo-Friedensabkommen mit den Palästinensern vollends aufkündigen, in die Autonomiegebiete einmarschieren und „die Hisbollah, Syrien und den Iran als die Hauptaggressoren in Libanon angreifen“. Die Gruppe, die das Pamphlet verfasst hatte, stand unter Supervision von Cheney und wurde von Richard Perle, dem „Fürsten der Finsternis“, geleitet; einer der unerträglichsten Kriegstreiber gegen den Irak innerhalb der ersten Regierung unter Bush junior. Mitgearbeitet hatten unter anderen Leute aus Cheneys Büro, wie Douglas Feith und David Wurmser; sämtlich auch Mitglieder im so genannten „Golden Circle“, dem inneren Führungskreis des United States Committee for a Free Lebanon (USCFL), von dem noch zu sprechen sein wird.
In diesem „Clean Break“ heißt es, „Syrien bedroht Israel von libanesischem Boden aus. Israel sollte die Hisbollah, Syrien und den Iran als die Hauptaggressoren in Libanon attackieren durch: Angriffe auf militärische Einrichtungen der Syrer in Libanon und – falls sich das als ineffizient herausstellen sollte, Angriffe auf ausgewählte Ziele in Syrien selbst.[9] Weiterhin solle Israel „Teile der libanesischen Opposition benutzen, um die syrische Herrschaft im Libanon zu schwächen“. Mit Israel verbündete libanesische Gruppen könnten zudem „syrische militärische Ziele im Libanon angreifen“, oder, „wenn sich das als nicht ausreichend erweisen sollte“, dann könnte Israel selbst diese bzw. „ausgewählte Ziele in Syrien „ angreifen und so klarmachen, dass „syrisches Staatsgebiet nicht immun für Angriffe“ ist. Selbstverständlich müsse das Saddam Hussein-Regime im Irak gestürzt werden. Am Ende sollte ein „neuer Naher Osten“ entstehen mit innerlich gespaltenen, schwachen Staaten mit Marionettenregierungen, während Israel die unangefochtene Hegemonialmacht der Region wäre. Eben jener "neue Nahe Osten", von dem US-Außenministerin Condoleezza Rice bei Ausbruch des Juli-Krieges phantasiert hatte.
Das alles ist ganz nach dem Geschmack von Daniel Pipes, Herausgeber des „geopolitisch relevanten“ Middle East Forum und berüchtigter Araberfresser. Pipes schreibt sich seit Jahren die Finger blutig für eine US-Politik im Mittleren Osten, die eine starke Allianz zu Israel, der Türkei und - „anderen Demokratien, wenn sie entstehen“ - suchen soll, denn der Mittlere Osten ist für ihn „eine Hauptquelle der Probleme für die Vereinigten Staaten wegen seiner Überfülle an Diktaturen, radikaler Ideologien, existentiellen Konflikten, Grenzkonflikten, politischer Gewalt und Massenvernichtungswaffen“.[10]
Ein Großteil der Mitglieder des Exekutivkomitees dieses Forums scheinen jüdische Amerikaner zu sein, die wiederum enge Verbindungen zu Cheneys und Perles American Enterprise Institute und zum United States Committee for a Free Lebanon (USCFL) pflegen. Ziad K. Abdelnour, Präsident des Komitees und Wallstreet-Banker, einst als eine Art Ahmed Tschalabi für den Libanon präpariert, wusste bereits im Juli 2002, dass „der beste Weg, Frieden für die Libanesen zu erreichen, nur über amerikanische Politik“ funktioniere: „Der Krieg im Libanon wird nicht im Mittleren Osten ausgetragen. Auch nicht im Libanon. Auch nicht auf libanesischem Boden. Wir werden niemals auf libanesischem Boden gewinnen. Das wird in Washington gespielt.“ Abdelnour hatte seinem Geburtsland, von dem er behauptete, „es ist ein Gestapo-Staat, exakt wie das von Nazi-Deutschland okkupierte Frankreich„ [11], längst den totalen Krieg angesagt. Abdelnour und Pipes verbindet eine unheimliche Liaison: Beide veröffentlichten im Mai 2000 ihre innerhalb der so genannten Lebanon Study Group erarbeitete Studie „Ending Syria’s Occupation of Lebanon: The U.S. Role“; ein Kriegspapier, das einen Militäreinsatz gegen Syrien forderte, um die angeblich dort gebunkerten Massenvernichtungswaffen zu zerstören und Syriens militärische Präsenz im Libanon zu beenden.
Angriffspläne bereits 2004 unter Dach und Fach
Jener Ziad K. Abdelnour, der an einer wie auch immer gearteten Befreiung von Libanon und Syrien mit nachfolgender Transformation der Landstriche in einen kapitalistischen Wirtschaftsbereich interessiert ist, scheint offenbar seit Jahren auf dem aktuellsten Stand, was die Verantwortlichen in Tel Aviv und Washington unter sich ausbaldowern. Der Autor dieses Beitrages veröffentlichte im März 2006 in seinem Buch „Mordakte Hariri – Unterdrückte Spuren im Libanon“ folgendes Interview mit Ziad K. Abdelnour, das auf die drohende Kriegsgefahr hinwies.
Interview mit Ziad K. Abdelnour am 24. Dezember 2006:
F: Im September 2003 klangen Sie sehr optimistisch: „Ungefähr Tausend libanesische Guerillas warten im Libanon auf ein Startzeichen (von Ihnen) für einen Aufstand, um sowohl die Syrer, die seit einer Generation die Hebel der Macht in der libanesischen Politik in den Händen halten, als auch die Hisbollah, die schiitische Terrorgruppe, die sich im Süden eingenistet hat, aus dem schmalen Landstrich an der östlichen Küste des Mittelmeeres zu vertreiben. Alles was wir brauchen ist amerikanische Luftunterstützung“.
A: Ich kann mich nicht erinnern, jemals solch ein Statement gegeben zu haben und offen gesagt, ich beginne mich wieder zu wundern, woher Sie diese verzerrten Informationen haben.
F: Sie betonten sogar „es wird nicht wie im Irak drei Wochen dauern. Es wird 48 Stunden dauern. Das Auswischen (der Syrer) sollte weitere 48 Stunden dauern, und das ist ein Job entweder für die Israelis oder die Amerikaner.“ Warum sollte es ein Job für die Israelis sein? Meinten Sie damit die South Lebanon Army SLA, die IDF (israelische Armee) oder beide?
A: Warum ich gesagt habe, dass es eine Aufgabe für die Israelis ist? Gut, es ist einleuchtend, dass es entweder die Amerikaner oder Israelis sind, die den Job zum Erledigen bekommen ... eines Tages in Bälde.
F: Ihr 48-Stunden-Takeover ist eine falsche Einschätzung und basiert auf dem Modell „bewaffnete Einheimische plus Luftunterstützung“, das Ahmed Tschalabi, der frühere Chef des Iraqi National Congress, bevorzugt hatte. Findet Ihr Modell ebenfalls die Unterstützung hochrangiger amerikanischer Politiker?
A: Mein 48-Stunden-Takeover? Worüber reden Sie, um was auf der Welt? Schreiben Sie einen Science-Fiction-Thriller, ein politisches Propagandabuch oder was? Das ist mir zu hoch, wirklich.[12]
F: Sie haben exakt diese Pläne in einem Interview im September 2003 ausgeplaudert, das Mr. Spencer Ackerman mit Ihnen geführt hat. Ich habe Ihnen das gesamte Interview bereits zum Lesen zugeschickt.[13]
A: Alle diese Quellen (Zeitungsartikel) die Sie haben, stammen von gut bekannten liberalen und linken Journalisten, die die Dinge so biegen bis sie auf ihre Auftraggeber Anziehungskraft ausüben ... völliger Müll und Propaganda, mein Lieber...[14]
Erwiderung Spencer Ackermann: „Es ist befremdlich, von Ziad zu hören, er habe keine Erinnerung an diese Zitate. Ich stehe vollkommen dazu. Tatsächlich, als das Stück 2003 bei NY Press erschien, schrieb er mir und sagte, er betrachte es als robust aber fair – so weit ich weiß, hat er nie ein Wort davon angefochten, weder bei mir noch bei irgendeinem von der Zeitung. Ich möchte auf alle Fälle klarstellen, dass der Ton meines Stückes ironisch war, aber während der Gelegenheiten in den Jahren 2002 und 2003, bei denen ich Ziad interviewte, war es sein ernsthaftes Verlangen, an der Spitze der Befreiung des Libanon von Syrien zu stehen.“[15]
Ein halbes Jahr später beginnt Abdelnour damit, seine Kumpane wegen der Stagnation bei der Befreiung des Libanon mit Botschaften zu trösten, die innerhalb eines vertraulichen Netzwerkes ausgetauscht wurden, das von Exillibanesen, amerikanischen Neokonservativen, Politikern und Lobbyisten in der Bush-Administration benutzt wurde. Hier einige wenige, dafür aber aufschlussreiche Nachrichten, die der Politbanker verschickte:
From: „Ziad K. Abdelnour“ <ziad@...> Date: Mon Apr 26, 2004 2:44 am
Ich versichere Dir, diese Administration geht mit Volldampf gegen BEIDE, gegen Syrien und den Iran vor. Ich hatte wenigsten 3 private Diskussionen mit dem Präsidenten und Schlüsselleuten seiner Administration
Best, ZKA
From: „Ziad K. Abdelnour“ <ziad@...> Date: Sat Sep 4, 2004 7:34 pm
Syriens Tage im Libanon sind gezählt. Wie wir vom USCFL nun schon einige Zeit lang sagen, ist der einzige Weg Gewalt ... Gewalt ist auf dem Weg. Sowohl die Hisbollah als auch Syrien können beginnen ihre ruhmreichen Tage im Libanon zu zählen weil sie sehr schnell vorüber ein werden. Passt auf, was sich ereignen wird und erinnert Euch meiner Worte.
ZKA
From: „Ziad K. Abdelnour“ <ziad@...> Date: Sun Sep 5, 2004 12:45 am
Beginnen mit dem Iran und dann die Linie runter bis zur Hisbollah und Syrien. Ich kann es wirklich nicht sagen, wer den Iran provozieren wird, ich würde die gesamte Überraschung verderben, aber ich kann euch versichern, dass alle drei zerlegt werden, angefangen mit dem Iran. Die Pläne wurden bereits entworfen.
Ja, wir werden ein sehr dunkles Szenario erleben, und das ist Kapitel II der Bush-Kampagne ... nicht überraschend, weswegen alle Linken und die Araber wütend sind ... sie wissen ... oder haben wenigstens ein gutes Gespür, was gespielt wird.
Frei heraus, es ist besser einen zweiten Bürgerkrieg im Libanon zu haben, als einen Status quo. ... mit Bush an der Macht wird sich das 100% ereignen ... Die Pläne sind bereits am Platz wie auch die Taktik und Strategie.
Fortsetzung des Interviews mit Ziad K. Abdelnour am 24. und 25. Dezember 2005:
F: Libanon ist nun nach der so genannten „Zedernrevolution“ und den ersten „demokratischen“ Wahlen im Mai und Juni 2005 zu einem freien Land avanciert. Sie und all die anderen können doch nun zurückgehen und ihre geschäftlichen Pläne in Angriff nehmen!
A: Libanon ist seit Mai, Juni ein freies Land? Sind Sie sicher, dass wir über denselben Libanon sprechen? Da gibt es noch Syriens Geheimdienstleute im Arrangement mit Präsident Lahoud. Das geht hinunter bis zu jedem kleinen Leutnant im libanesischen Geheimdienst; sie kontrollieren jede einzelne Facette von Libanons politischer Szene und orchestrieren große Attentate ohne Ende ... von Premierminister Hariri bis Samir Kassir, Gebran Tueni usw. Und sie nennen das frei? Gleichwohl die Hisbollah, die das Land nach ihren Launen als Geisel hält und das ganze Land mit Einschüchterungsversuchen und falscher Propaganda übersät. Solange das syrische Regime nicht ausgewechselt ist und die militärische Infrastruktur der Hisbollah ‘zur Ruhe gebettet ist’, fürchte ich, wird Libanon niemals frei sein. Ich habe das schon vor über zehn Jahren gesagt ehe es noch irgendein libanesischer Machthaber gesagt hatte. Heute beginnen Sie alle, es zu begreifen; unglücklicherweise mit sehr großen menschlichen und finanziellen Opfern. Ich habe jedoch noch immer einen großen Glauben an den libanesischen Geist und ich bin überzeugt, das wir siegen ... viel früher, als mancher erwartet. Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika.“
F: Zeigen Sie mir einen Weg, wie Libanon all seine Probleme lösen kann. Das Land hat eine „neue“ Regierung nach der so genannten „Zedernrevolution“; Es ist die alte Crew, etwas gewendet, keine neuen Gesichter, auf der anderen Seite eine narzisstische Opposition. Wollen Sie die alle ins Meer jagen? Wer soll Ihr Land in eine bessere Zukunft führen? Dschumblat, Aoun, Siniora, Nasrallah, Berri, Greenhorn Saad Hariri, Geagea, Pakradouni. Ich habe keine Idee. Sie?
A: Libanon wird nicht FREI sein, bis das syrische Regime ausgewechselt und die militärische Infrastruktur der Hisbollah eingefroren ist.
Libanon wird nicht FREI sein, bis die korrupte und alte Klasse libanesischer Politiker entmachtet ist; beginnend mit Präsident Émile Lahoud.
Libanon wird nicht FREI sein, bis es ein parlamentarisches Gesetz gibt, dass den Libanesen in der Diaspora erlaubt, wählen zu gehen.
Libanon hat Hunderte und Tausende kompetenter Geschäftsleute und Politiker mit dem Know-how und den Mitteln, das Land umzuformen, aber diese Leute werden nicht auftauchen ehe es nicht wahre demokratische Wahlen frei von syrischen und Zwängen seitens der Hisbollah gibt, was uns zurück bringt zu Punkt 1, dem Startpunkt von allem.
F: Sind Sie in die gegenwärtigen politischen Entwicklungen im Libanon involviert oder sind Sie nur noch privater Geschäftsmann?
A: Meine politische Arbeit hat sich verzehnfacht aber jetzt, so hat es mir die Vergangenheit gelehrt, gibt es keinen Grund, jeden Libanesen wissen zu lassen, was wir tun. Die wahren Powerbroker sind nicht immer im Scheinwerferlicht. Schauen Sie sich die Tätigkeit der Syrer im Libanon an und lernen Sie. Sie möchten Ihren Feind schlagen? Spielen Sie sein Spiel besser als er. Jedem, der unseren Untergang wünscht schlage ich vor, sie sollten eher eine mächtigere Organisation erwarten, die ihr „schlimmster Alptraum“ werden wird.
F: Das Spiel ist doch vorbei. Die USA sind müde wegen des Iraks, Was kann Israel alleine tun? Ich weiß es nicht. Was meinen Sie?
A: Bush hat noch zwei Jahre zu erledigen. Nichts ist vorbei bis es vorbei ist. Ich fürchte, Ihr Wunschdenken wird nicht in Erfüllung gehen. Aber es steht Ihnen frei zu träumen.[16]
USA in Israels Kriegsvorbereitungen involviert
Seymour Hersh, weltbekannter amerikanischer Enthüllungsjournalist und Pulitzerpreisträger, veröffentlichte am 14. August 2006 im Magazin The New Yorker seinen Report „Watching Lebanon“[17], in dem er behauptete, der Krieg der Israelis gegen den Libanon sei von langer Hand vorbereitet worden. Hersh beruft sich ausschließlich auf anonyme Quellen innerhalb der Regierung und Kreisen der Geheimdienst, die ihm offenbart haben, dass die Entführung der beiden israelischen Soldaten der willkommene Anlass zum Krieg gewesen sei, den Israels Strategen längst geplant hatten.
„Früher in diesem Sommer,“ schrieb er, seien israelische Diplomaten nach Washington gereist, um „grünes Licht“ für die Aggression einzuholen und abzutasten, wie weit Washington ein solches Vorgehen stützen würden. Das deckt sich mit der Recherche von Madsen. Zuerst hätten die Israelis US-Vizepräsident Dick Cheney umgarnt: „Israel fing mit Cheney an,“ denn Bush zu überzeugen, so Hersh „stellte nie ein Problem dar“. Nach Aussage eines ebenfalls namentlich nicht genannten Nahostexperten hatte Bush zahlreiche Gründe, die israelische Militäroffensive zu stützen. „Bush wollte beides. Bush war hinter dem Iran her – als Teil der Achse des Bösen – und seinen Nuklearanlagen, und aus der Perspektive seiner Interessen für Demokratisierung hatte er es auf die Hisbollah abgesehen – mit dem Libanon als Kronjuwel der Demokratie in Nahost“, so der Nahostexperte. Vor allem wollte Bush das Waffenarsenal der Hisbollah zerstört sehen, damit im Falle eines US-Angriffs auf Irans Nukleareinrichtungen Vergeltungsschläge der Hisbollah gegen Israel ausgeschaltet sind.
Ein ehemaliger Geheimdienstler erklärte: „Wir sagten den Israelis: Also, wenn ihr es tun müsst, dann stehen wir auf ganzer Linie hinter euch. Wir glauben allerdings, dass es eher früher als später stattfinden sollte. Je länger ihr wartet, desto weniger Zeit bleibt uns für die Auswertung und zur Planung für Iran, bevor Bush aus dem Amt scheidet.“ Die Militärs hatten sich nämlich zusätzliche Erkenntnisse nach den Luftschlägen der Israelis gegen die Tunnel- und Bunkersysteme der Hisbollah erhofft, die nach Ansicht von US-Militärexperten mit denen der Iraner vergleichbar seien. Seit dem Frühjahr 2006 konsultierten hochrangige Planer der US-Luftwaffe auf Druck des Weißen Hauses israelische Militärs wegen möglicher Militärschläge gegen die Nukleareinrichtungen des Iran. „Die große Frage für unsere Luftwaffe war, wie eine ganze Reihe von schwierigen Zielen im Iran erfolgreich getroffen werden können“, gab der Ex- Geheimdienstler zu Protokoll, denn „jeder weiß, dass iranische Ingenieure die Hisbollah beim Tunnelbau und beim Bau von unterirdischen Waffenarsenalen beraten haben. Und daher ging die Luftwaffe mit einigen neuen Taktiken zu den Israelis und hat ihnen gesagt: ‚Lasst uns auf die Bombardements konzentrieren und miteinander austauschen, was wir über den Iran wissen und ihr über den Libanon’“. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld war in diese Diskussionen eingeweiht.
Israel wollte zudem mit seinen gezielten und vernichtenden Luftschlägen auf die Infrastruktur des Libanon die christliche und sunnitische Bevölkerung gegen die Hisbollah aufbringen. Die israelische Bombenkampagne, so Hersh, sollte „das Spiegelbild dessen sein, was die USA für den Iran geplant hatten“. Die Regierungen in Washington und Tel Aviv bestritten die Enthüllungen von Hersh vehement.
Es ist also kaum anzunehmen, dass US-Präsident George Bush im Frühjahr 2006 eine seiner „gottgefälligen“ Vorahnungen hatte, als die libanesische Tageszeitung Ad Diyar den Texaner mit den Worten zitierte: „Der libanesische Sommer wird heiß werden.“ Da waren Olmerts direkte Kriegsvorbereitungen längst im Gange und offenbar hatte ihm auch der Führer in Washington bereits das OK für die Demontage des Libanon und der Hisbollah gegeben.
[1] Philip Abi akl: Border clashes raise familiar questions, 13.7.2006, http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=1&categ_id=2&article_id=73924 [2] Libanon, Israel, Palästina: Interview mit Mazin Qumsiyeh, Fragen von Anis, 24.07.2006, http://www.anis-online.de/1/ton/26.htm [3] Les agences de presse occidentales victimes consentantes de la censure militaire israélienne, 18.7.2006, http://www.voltairenet.org/article142056.html [4] Cain Külbel, Jürgen: Provozierter Krieg gegen Libanon?, Neues Deutschland, 26.7.2006, http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=94300&IDC=2 [5] Cain Külbel, Jürgen: Power-Point-Inszenierung, Junge Welt, 27.7.2006 [6] Kalman, Matthew: Israel set war plan more than a year ago, 21.7.2006, San Francisco Chronicle, http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2006/07/21/MNG2QK396D1.DTL&hw=kalman&sn=001&sc=1000 [7] Madsen, Wayne: Israel and US planned Lebanon invasion in June, Wayne Madsen Report July 22/23-26, 2006 [8] A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm; http://www.iasps.org/strat1.htm [9] Engdahl, William F.: Der Ölpreis und Libanon, Zeit-Fragen, 21.3.05; http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/Libanon/libanon.html [10] Middle East Forum: About the Middle East Forum, http://www.meforum.org/about.php [11] Steele, Mandy: Lebanese seek end to Syrian stranglehold, WorldNet Daily.com, 15. 7. 2002; http://www.freelebanon.org/articles/a279.htm [12] sämtliche Antworten bis dahin basieren auf persönlichen Mitteilungen per Email am 24. 12. 2005 [13] Ackermann, Spencer: Ziad Abdelnour is plotting regime change in Lebanon from Park Ave., News & Columns, Volume 16, Issue 38, 17. 9. 2003; http://www.nypress.com/16/38/news&columns/feature.cfm [14] persönliche Mitteilung am 26.12.2005; mit diesem kurzen Statement reagierte Abdelnour zusammenfassend auf mehrere Quellen, die ihm vorgehalten wurden; diese Antwort taucht daher im Text auch mehrfach auf [15] persönliche Mitteilung am 27.12.2005 [16] Ziad K. Abdelnour per Email am 24., 25. Und 27.12.2005 [17] Hersh, Seymour: Watching Lebanon, 14.8.2006, http://www.newyorker.com/fact/content/articles/060821fa_fact
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