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Lizatanischer Popanz
Horribile dictu: Sortieren Sie sich etwa für die journalistischen Funeralien? Zugegeben: Ihre Schreibe ist Wort-Akrobat-Schööön! Chapeau. Ich mag Ihre Feder; leider klafft aber der Zweiklang Inhalt und Form weiter denn je auseinander.
Den Gehalt betreffend schwächeln Sie sowieso. In den gestrigen Widerworten – „Karate Kids vs. Blogger-RAF“ - zum „Fall Külbel“ qualifiziert sich das offenbar zum Merkmal? Ausgebrannt?
Mitnichten ist das ein „Gegenschlag“; noch nicht einmal ein polemischer Mückenstich. Eher taugen die Sprechblasen, einen Heißluftballon zu füllen.
Dabei war ich - was rede ich: wir alle waren - in bester Erwartung; Sie haben mich, Ihre Blogger bis auf die Knochen enttäuscht. Wie ich Ihnen schon riet: Wenn man regelmäßig auf Platz 17 einfährt, sollte man den Zündschlüssel der Formel-1-Kiste aus der Hand geben.
Was Sie davon abhält, ist offenbar die Pflicht, ein perfides Spiel spielen zu müssen; meine Meinung! Unabhängig davon, ob Sie oder ein anderer der Pedell sind. Sie verkaufen aus der Anonymität heraus die (weitaus ungefährlicheren) Klabusterbeeren; möglicherweise klammheimlich oder gar verschlagen wartend, dass sich das Fußvolk dann die vollen Gülleeimer greift und das Objekt der Begierde ordentlich zujaucht.
Lizatanischer Popanz, ich, Karate Kid, frage Sie: Sollen die sich etwa die Hände schmutzig machen? Instrumentalisieren Sie Ihre Freunde gar? Sind Sie ein fürchterlicher Verführer? Ist es Ihnen egal, wenn einer von den Verführten ins Gras beißen muss wegen etwaiger Rechtsverletzungen? Warum weisen Sie einzelne Ihrer Blogger-Kollegen nicht darauf hin, wenn die gerade mal wieder auf Paragraphenrasierklingen balancieren?
Ich denke: Ihnen geht das Schicksal der Leute quer am mittelschichtigen Allerwertesten vorbei. Hauptsache, die Bankerte arbeiten Ihrer, der "größeren?" Sache zu! Verluste eingeplant.
Ich habe mir erlaubt, Ihren Text bei mir einzukopieren, um ihn kurz zu kommentieren. So Sie was dagegen haben, bitte melden; ich nehme ihn sofort raus. (Kommentare fett)
Karate Kids vs. Blogger-RAF Von LIZAS WELT, 18.12.2006
Es gibt einen recht bekannten Witz, in dem ein kleiner Junge zu seiner Mutter läuft und sich bei ihr beklagt: „Papi hat mir eine Ohrfeige gegeben!“ Der Vater, der das hört, ruft daraufhin: „Lügst du schon wieder? Willst du noch eine?“ Ganz ähnlich reagieren zumeist jene, die mit der Vorhaltung konfrontiert werden, dem Antisemitismus zu frönen: Sie fühlen sich ertappt, und ihr Dementi gerät daher stets zu einer unfreiwilligen Bestätigung dessen, was sie eigentlich zu widerlegen glauben. Kaum ein Antisemit, der nicht den Vorwurf, ein veritabler Judenhasser zu sein, entrüstet von sich wiese und nach dem unvermeidlichen „Aber“ nicht zur Sache käme; kaum ein Antizionist, der nicht bloß seine besten Freunde kritisieren dürfen wollte und sich dabei nicht aufführte wie ein Bewährungshelfer, der die Opfer davor zu bewahren trachtet, rückfällig zu werden. Wenn ihnen aber jemand auf die Schliche kommt und die Argumente arg dünn werden, schreien sie Zeter und Mordio sowie nach der Staatsmacht, die zwar auch nicht weiß, was Antisemitismus ist, aber trotzdem irgendwie den Ruf des ehrlichen Maklers genießt und jedenfalls nach Instanz riecht. Und sie fühlen sich als eine von Moralkeule & Meinungsdiktat bedrohte, schützenswerte Minderheit wie weiland Martin Walser in der Paulskirche, dabei wie der Dichter auf warmen Applaus für ihren vermeintlichen Mut sinnend, den doch nur das pure Ressentiment kennzeichnet.
Eine Sternstunde: Der Lizatanische Popanz, der seinen Namen nicht zu nennen wagt, unterstellt mir, der mit vollem Namen und breiter Brust in der Öffentlichkeit steht, Schutzbedürfnis und somit Angst! Sniper Popanz: Eins, zwei, drei , vier, fünf, sechs, sieben - wo ist der Verstand geblieben? Ich habe kein Hinternsausen! Ich möchte, dass viele Menschen nicht mehr unter Ihren - meiner Meinung nach - subfaschistischen, rassistischen, misanthropischen Kohorten leiden müssen. Capice? Merken Sie sich eins, Sie Hasenfuß: Keiner wird es schaffen, mich in einen Notstall zu pferchen; dort, wo unbändige Pferde im Holzgestell zum Stillstehen gezwungen werden. Nicht Sie, nicht Ihr Affenspiel noch das der Blogger. Ansonsten: Füllung für den Heißluftballon.
Wenn hier also nun schon wieder von einem die Rede sein soll, dem so viel Aufmerksamkeit eigentlich nicht gebührt, dann wie bisher schon zuvörderst deshalb, weil er nachgerade der Prototyp des autoritären Charakters ist, von dem eingangs die Rede war, ein besonders prächtiges Exemplar der verfolgenden Unschuld überdies und die Beta-Version des „Israel-Kritikers“, der Täter und Opfer bauernschlau zu verdrehen weiß. Und weil er publizistisch tätig ist, also wenigstens ein bisschen mehr Anerkennung, Aufmerksamkeit und Verbreitung findet als ein gewöhnlicher Neurotiker, der Leserbriefe an das lokale Käseblatt oder den Zentralrat der Juden in Deutschland schreibt. Jürgen Cain Külbel, um den es geht, bringt derzeit sein gesamtes, in der verflossenen Deutschen Demokratischen Republik erworbenes kriminalistisches Können in Anschlag, um diesem Weblog den Garaus zu machen. Zu gerne wüsste er, wer ihm da ein paar Mal einige Zeilen gewidmet hat; da entsprechende Nachfragen jedoch unbeantwortet blieben, ist er aufs Spekulieren und auf Beistand angewiesen. Über seinen E-Mail-Verteiler bat er deshalb um „zweckdienliche Hinweise“ und gab dabei gleich selbst einen: „Mir wurde dieser Tage zugetragen, der Chefredakteur des Focus, Herr Helmut Markwort, würde das Blog LIZAS WELT bedienen.“ Der nämliche Kollege nennt zwar ein ganzes Wochenmagazin sein eigen, aber vielleicht sind es ja die Fakten, Fakten, Fakten, die Külbel ängstigen und deretwegen er sich zu solch verschrobenen Vermutungen versteigt
Richtig: Mir wurde mitgeteilt, dass Herr Markwort Liza sei. Der lässt ausrichten: Nein, er sei es nicht. Die Inhalte der Emails aus dem Büro Markwort darf ich nicht publizieren; Order aus Lizarazus (Bayern) München, dort wo der Markwort in der Hoeness AG im Vorstand sitzt. Nein, Markwort muß nicht der Lizatanische Popanz sein: Das sagt Karate Kid.
Möglicherweise hegt er jedoch auch die Hoffnung respektive Erwartung, mit seinen umtriebigen Recherchen gleich ein ganzes Verschwörerkartell ausheben und abstrafen lassen zu können. Dabei ist ihm nun ein nicht ganz unbekannter Blogger behilflich, der zwar noch keine „zweckdienlichen Hinweise“ geben konnte, mit Karate Kid aber immerhin das Leid der Ungewissheit teilt: „Wer zum Teufel ist Lizas Welt?“ Nun, die Frage ließe sich im Grunde genommen rasch beantworten: eines der vielen privaten, in der Freizeit betriebenen Weblogs, das ein paar hundert Menschen am Tag anklicken und das ausweislich des Feedbacks einige schätzen und andere nicht. Nichts von größerer Bedeutung mithin, doch die An- und Aussicht, dass sich dahinter ein „Hurra-Israel-Schmalspurdenker“ in der „Anonymität von Blogspot“ versteckt und von dort aus versucht, „Jürgen Cain Külbel so gut es irgend geht zu diskreditieren“, fordert hektische Betriebsamkeit, zumal man fette Beute wittert: „Könnte es sein, dass der Blogger von Lizas Welt eine Person im Fokus der Öffentlichkeit ist, der ihr eigens Geschreibsel richtig peinlich ist und [die] sich deshalb hinter dem Pseudonym Liza versteckt?“ Zappelt nach dem munteren Aufruf zum Outing also am Ende gar ein ganz dicker Fisch an der Angel, mit dem man dann „zum Beispiel in Talkshows à la Sabine Christiansen fröhliche Diskussionen führen kann“? Oder reicht es schließlich doch nur bestenfalls für ein Nachmittagsformat bei RTL oder SAT.1?
In den Sphären bewegt sich mein bescheidenes Denken nicht. Darauf sind Sie gekommen; unsereins hat weniger Bezug zum TV.
Fragen über Fragen, zu deren Klärung aber nicht nur die virtuellen Ede Zimmermanns beitragen sollen, sondern am liebsten auch die Staatsanwaltschaft Berlin, bei der Külbel ausweislich seiner Homepage eine „Strafanzeige gegen Unbekannt“ – nämlich gegen den „anonym arbeitenden Blogger ‚LIZAS WELT’“ – wegen „Verdachts der üblen Nachrede und Verleumdung“ eingereicht hat. Von einer „medialen Schmutzkampagne, die von einer so genannten ‚Blogger-Gemeinschaft’ gegen mich geführt worden war“, ist dort die Rede, von nichts weniger also als einer konzertiert-konspirativen Aktion; dieses Weblog habe sich dabei „nicht gescheut, unwahre Tatsachen“ – oder waren es vielleicht doch wahre Gerüchte? – „über mich zu behaupten und sie zu verbreiten, um mich verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen; sämtlich geeignet, auch meinen Kredit als Buchautor zu gefährden“. Dazu hätte es zwar weder Lizas Welt noch eines anderen Mediums bedurft, weil der klagende Külbel dieses Geschäft bereits selbst mit seinen Texten glänzend besorgt, doch darum geht es auch gar nicht allein: Als Opfer von Denunziationen, Verunglimpfungen, Beleidigungen, Verleumdungen etc. pp. fühlt sich Cain the Brain, dieses Schicksal mit einem anderen kritischen Kopf seines Zuschnitts teilend, dem gar Morddrohungen widerfahren seien: “Er soll erschossen werden.” Külbel kennt das: „Solcherart ‚Unbequemlichkeiten’ sind auch mir nicht fremd. Während der Recherchen für mein Buch erreichten mich ähnliche ‚Anliegen’; aus den USA vermutlich und Israel.“ Und deshalb „nehme ich meine Analyse äußerst ernst“ – wenn es sonst schon niemand tut –, „um Haupttäter, Anstifter, Zuarbeitende ordentlich auseinander zu halten und um jedem seinen Platz in diesem Wintermärchen zuweisen zu können.“ In Reih’ und Glied, versteht sich. Ordnung muss schließlich sein.
Exakt.
Um der heimlich-hinterhältigen Verschwörung der Blogger-RAF – die sich, glaubt man den detektivischen Forschungen des Karatekommunisten, durch „kriminelle Durchschlagskraft“ und „kriminelle Eigendynamik“ in Tateinheit mit „explosionsartiger Verbreitung“ auszeichnet – nun final auf die Spur zu kommen, wurde der Jurisprudenz ein „vertraulich zu behandelnder Hinweis bezüglich zweier Angaben zur möglichen Identität von ‚LIZAS WELT’“ übergeben, die „allerdings nicht unbedingt exakt sein müssen“. Natürlich nicht: „Ob der nun Schröder, Markwort, Ackermann, Broder oder wie auch immer heißen mag, soll die Staatsanwaltschaft feststellen.“ Ganz schön viel Aufwand angesichts der Tatsache, dass Külbel einige Tage vor seiner Strafanzeige und seinem virtuellen Hilferuf eine virtuos formulierte E-Mail an dieses Weblog geschickt hatte, in der dessen Bedeutung, sagen wir, deutlich geringer eingeschätzt wurde: „Markträlävante Vrrwertungsmöglichkeit von ‚Liza’ gleich Null, Null, Null; weil Welt fragen: Who the fuck is Liza? Ich dann sagen gezwungen bin: Nada Nobody, man sagen Wesen mit abgefackelter Perücke über neocon Bruzelhirn; schreiben unter Betdecke für ungewaschenenene Beine.“ Doch jetzt, wo sein neuer Bloggerfreund es kaum erwarten kann, dass der „vermutlich im öffentlichen Fokus stehenden Person“ inklusive ihrer mehrheitlich bei den Freidemokraten (!) organisierten Kohorte “antideutscher Stalker” das Handwerk gelegt wird und er zudem ganz dringend wissen möchte, „wen Lizas Welt der staunenden Öffentlichkeit als Sündenbock für seine peinlichen Entgleisungen“ zu präsentieren gedenkt, gibt es kein Zurück mehr und erst recht kein Halten.
Nun, jetzt bin ich aber echt enttäuscht. Füllung für den Heißluftballon. Man darf also gespannt sein, ob Külbels Recherchen in dieser Sache Handfestes zutage fördern oder ob sie sich auf dem Niveau bewegen, das auch seine sonstigen Unternehmungen etwa in Sachen “Mordakte Hariri” kennzeichnet und das durch eine Mischung aus Verschwörungstheorien, wilden Spekulationen und ideologischem Eifer geprägt ist. Eine saubere Beweisführung ist Külbels Sache jedenfalls nicht, und so bleibt ihm auch in Bezug auf seine Verleumdungsklage nur die Hoffnung, dass eine Instanz des von ihm ansonsten so verhassten Staates seinen gekränkten Narzissmus justiziabel macht. Das dürfte jedoch nicht ganz leicht werden, denn da war doch noch was: Wie soll man jemanden nennen, der ganz offen bekennt, „viele und mir persönlich bekannte Mitglieder der Hizbollah tatsächlich zu meinen Freunden“ zu zählen, also mit Angehörigen einer Bande per Du zu sein, deren Zweck und Ziel die Auslöschung Israels ist? Welche Bezeichnung verdient einer, der dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, in einemweshalb dieser „sich als oberster Sittenwächter in Deutschland“ aufspiele, „obwohl Ihre israelischen Freunde zum gleichen Zeitpunkt massiv töten“, und im gleichen Schreiben befindet, „der jüngste Krieg des Staates Israel“ habe „uns Nachgeborenen eine leise Idee von der Barbarei des Dritten Reichs geben können“; „das jüngste mordbrennende Barbarentum der Israelis“ – er spreche „nicht von Juden, um nicht in die allerorten ausgelegten Fußangeln des Antisemitismus’ zu tappen“, behält sich diese Option also für den Fall des Verschwindens dieser imaginierten Stolperfallen ausdrücklich vor – sei mit dem Zweiten Weltkrieg zu vergleichen, und der in seinen Augen viel zu große Einfluss des Zentralrats müsse auf den von „Hausmeister Krauses Dackelverein“ reduziert werden? Was wäre eine treffende Charakterisierung für jemanden, dem die Vernichtung des europäischen Judentums durch seine Vorfahren zur Nebensächlichkeit gerät? – „50 Millionen Tote, davon allein 20 Millionen Russen, und 35 Millionen Versehrte. Fast 11 Millionen Menschen wurden damals in den faschistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern erschlagen, erschossen, vergast oder sie verhungerten; darunter eben auch 5 Millionen Juden – ein Zehntel aller Toten.“
Schrieb ich schon; zum besseren Verständnis wiederhole ich es leicht modifiziert: Der Lizatanische Popanz ist ein Schaumschläger mit Halbwissen, der in Gremliza-Manier verschachtelte Narzismen röhrt. Hätte er nur in meine Mordakte hineingelesen: “Das vorliegende Buch versuchte zumindest im Ansatz, in eine völlig andere als in die offizielle Untersuchungsrichtung einzusteigen und ohne großartig zu werten, das sollte dem Leser überlassen bleiben, Material in Form von Fakten und Indizien anzuhäufen.” LIZA, LIZA - da steht noch mehr drin; und zwar im Vorwort, das Sie auch nicht gelesen haben: “Das Buch soll nun wenigstens eine Lücke schließen, indem es eine von vielen weiteren möglichen Ermittlungsrichtungen, welche die UNO-Kommissionen offenbar in ihrer einseitigen Fokussierung auf den Wunschtäter Syrien unterschlagen haben, anschneidet. Es ist in Form einer Ansammlung von Hinweisen, Tatsachen und Fakten gestaltet, die der geneigte Leser letztendlich selbst zu werten hat. Dem Autor obliegt es nicht, einen endgültigen Schluss zu ziehen oder gar seine Untersuchungsversion als einzig gültig oder gar objektive Wahrheit darzustellen. Vielmehr ist eine Untersuchung wie im Mordfall Hariri normalerweise um ein Vielfaches komplexer und müßte neben der ‘Spur Syrien’ und anderen Versionen auch die in diesem Buch angeschnittene Problematik beachten und verwenden. … Ein jeder Autor, der sich gegen diesen Malstrom bewegt, läuft Gefahr, auch wenn er in gewissen Punkten Recht haben sollte, vermöge konzertierter Aktion von Politik und ihr dienender Medien als Verschwörungstheoretiker verunglimpft zu werden, weil sich seine ‘Entdeckungen’ nicht in das offizielle politische Bild einfügen lassen.” Schämen Sie sich. Sie schwingen nur die Karbatsche und täuschen der eigenen Mannschaft "Wissen" vor, das Sie nicht besitzen. Hisbollah: Wikipedia schreibt: „Die USA, Israel und einige andere Staaten betrachten die Hisbollah als Terrororganisation. Der Rat der Europäischen Union führt die Hisbollah in seiner am 29. Mai 2006 veröffentlichten Liste von Terrororganisationen nicht auf, während das EU-Parlament in einer Entschließung aus dem März 2005 von „terroristischen Aktivitäten seitens der Hisbollah“ spricht.“ Ich bin Europäer.
Wenn man davon ausgeht, dass Antisemitismus nicht beim vollendeten Judenmord beginnt, sondern notwendig in ihm kulminiert, gibt es für einen, der solche Sentenzen – und sie sind nur eine kleine Auswahl – offensiv vertritt, nur einen Begriff: Antisemit. Daran ändert kein Gerichtsurteil etwas, und diese Einstufung wird auch nicht dadurch falsch, dass sie von Bloggern vertreten wird, die es vorziehen, einem Hizbollah-Fan nicht gleich mit gezücktem Personalausweis in die Arme zu laufen. Und es macht die Angelegenheit nicht besser, wenn ein Antisemit für eine überregionale deutsche Tageszeitung schreiben darf, der man deshalb ganz im Gegenteil den Vorwurf nicht ersparen kann, einem solchen die Gelegenheit publizistischen Wirkens zu geben. Aber das ist beim Neuen Deutschland vielleicht auch nicht weiter verwunderlich.
Füllung für den Heißluftballon.
Zum vorweihnachtlichen Schluss noch ein Rührstück von Külbels bloggendem Mitstreiter, mutmaßlich direkt aus dem Parteibuch abgeschrieben: „Versöhnung braucht eine bessere Welt sicher dringender als Hass.“ Wie wahr, wie wahr. Kapituliert die Hizbollah? Streckt die Hamas die Waffen? Oder hat wenigstens Karate Kid Einkehr gehalten? I wo: „Würdest Du Dich bei Jürgen Cain Külbel, den Du scheinbar in blindem Hass auf alles, was irgendwie antisemitisch sein könnte, attackiert hast, öffentlich entschuldigen, so wäre Dir sicher nicht nur mein Respekt gewiss. Vielleicht könntest Du damit gar ein Zeichen für die Versöhnung von Menschen verschiedener Religionen setzen. War eine bessere Welt nicht das Husarenstück, dass Du einst schreiben wolltest?“ Es gibt eine schlimmere Strafe, als verurteilt und geoutet zu werden: die Aufforderung zum Kotau vor dem Wahnsinn, verpackt in den salbungsvollen Worten eines Sozialdemokraten. Nichts wie weg – vielleicht ist beim Kommando Burkhard Hirsch noch ein Plätzchen frei.
Der Text ist ein Falliment! Obwohl Sie sybaritisch mit Worten umgehen, bleibt der Inhalt Brast. Gegenwärtig sind Sie für meine Begriff arm dran; aus zweierlei Gründen: Der auf dem Nockherberg ausgeheckte Mega-Block hat seinen Respekt verspielt. Die Menschen werden verstärkt lächeln, wenn Sie in Lizas Welt hinein lesen. Und Sie sind gezwungen, weiter zu schreiben und den Blog zu bestücken; nur um beweisen zu müssen, wollen, sollen, das Liza nicht das Wesen ist, das es ist. Daher wünsche ich Ihnen gute Erholung und viel Kraft: Nur starke Gegner sind von Wert. Mal auf eine Tasse Kaffee im "Einstein"? Hic fuit!
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